1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: Politik diskutiert über die Chancen von Wasserstoff

Energie in Neuss : Politik diskutiert über die Chancen von Wasserstoff

Wasserstoff – insbesondere grüner Wasserstoff – wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Aber wie die Wirtschaft vor Ort profitieren kann und welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, das soll geklärt werden.

Die Kooperationspartner „Rot-Grün plus“ (SPD, Grüne und UWG/Aktiv für Neuss) möchten von der Verwaltung einen Überblick über die Nutzung von Wasserstoff im Neusser Stadtgebiet. Dazu soll die Stadt im Ausschuss für Strukturwandel, Wirtschaft und Beschäftigung einen Bericht vorlegen. Ziel ist es zu erfahren, welche Akteure sich in Neuss und im Rhein-Kreis mit dem Thema Wasserstoff beschäftigen, welche Initiativen es in diesem Zusammenhang gibt, welche Chancen sich für die Stadt ergeben und welche Fördermittel auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene zur Verfügung stehen. Und vor allem: Es soll geklärt werden, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um Wasserstoff in großen Mengen zu lagern und anzuliefern.

 Stadtverordneter Heinrich Thiel (SPD): „Neuss soll die Chancen von Wasserstoff nutzen.“
Stadtverordneter Heinrich Thiel (SPD): „Neuss soll die Chancen von Wasserstoff nutzen.“ Foto: SPD Neuss

Wasserstoff ist ein großes Zukunftsthema. Im Rhein-Kreis wird es bereits vorangetrieben, denn das Rheinland soll als bedeutender Standort für die Wasserstoffindustrie etabliert und der Kreis nicht nur zentrale regionale Schnittstelle, sondern mit dem Rheinischen Revier als Modellregion für die Wasserstoffwirtschaft agieren. Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik haben dazu auch den Verein „Wasserstoff Hub RKN/Rheinland“ aus der Taufe gehoben. Das RKN steht für Rhein-Kreis Neuss. Die gemeinsame Überzeugung: Wasserstoff wird eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung des Strukturwandels, der sicheren und sauberen Energieversorgung der Zukunft, dem Erreichen der Klimaschutz-Ziele und der Schaffung neuer Jobs spielen. Und Zukunft wird im Jetzt vorbereitet.

  • Auf dem Kiessee in Hüdderath zwischen
    Erst mal keine Förderung für Initiative aus Kevelaer und Weeze : Rückschlag für Wasserstoff-Projekt
  • Steht wieder auf der Bestenliste: Dr.
    FOCUS-Bestenliste : Top-Ärzte aus dem Rhein-Kreis Neuss
  • Bleibt die Inzidenz stabil darf die
    Neue Fassung der Coronaschutzverordnung : Diese Regeln gelten im Rhein-Kreis Neuss

In diese Richtung geht auch der Antrag von Rot-Grün plus, der in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Strukturwandel, Wirtschaft und Beschäftigung am 8. Juni auf der Tagesordnung gut. Dort wird er voraussichtlich Unterstützung erhalten. Ausschussvorsitzender Jan-Philipp Büchler (CDU) kündigt an, seine Fraktion werde den Antrag unterstützen. „Ich finde es gut, dass jetzt auch Rot-Grün plus das Thema Wasserstoff aufgreift“, sagt er. „Ich plädiere auch dafür, dass die Stadt Mitglied im Verein ,Wasserstoff Hub RKN/Rheinland’ wird.“

Rot-Grün plus spricht im Antrag auch weitere Chancen von Wasserstoff an. „Der geplante Wasserstoffkorridor von Amsterdam bis Genua ist aus unserer Sicht beispielsweise eine große Chance für den Neusser Hafen und somit auch für den Wirtschaftsstandort Neuss“, heißt es darin. Man wolle die Chancen der Zukunftstechnologie nutzen.

(abu)