Neuss: Oliver Lebioda und Thomas von Werden übernehmen das Papst-Johannes-Haus in der Nordstadt

In der Neusser Nordstadt : Papst-Johannes-Haus unter neuer Regie

Zusammen mit Thomas von Werden pachtet Oliver Lebioda den Veranstaltungsbereich an der Gladbacher Straße zunächst für fünf Jahre. Die große Wiedereröffnung findet am 30. April statt.

Seit mehr als 50 Jahren ist die Gaststätte Lebioda an der Geulenstraße eine feste Institution der Nordstadt. Diesen Namen nimmt Oliver Lebioda mit, wenn er zusammen mit Thomas von Werden offiziell zum 1. Mai den Veranstaltungsbereich des Papst-Johannes-Hauses an der Gladbacher Straße zunächst für fünf Jahre gepachtet hat. Das Gemeindeleben mit Gruppenräumen für die Jugend, mit Probenräumen, Kommunionvorbereitungen und Sitzungen wird weiterhin vom Pfarrbüro gemanagt.

Viele Jahre hatte die Familie Engels den Part des Veranstaltungsbereiches übernommen, doch der Kirchenvorstand der Pfarre St. Josef schickte die Kündigung. „Die Gründe sind uns nicht bekannt“, so Maria Engels. Doch die Familie wird weiterhin das Kardinal-Bea-Haus und Heilig-Geist betreuen.

Die Wiedereröffnung unter der Regie der neu gegründeten Thomas von Werden & Oliver Lebioda GbR soll mit einem Tanz in den Mai am 30. April ab 19 Uhr gefeiert werden. Mit DJ Titschy und Torben Klein (ehemals Räuber) als Stargäste. Bis dahin haben die Further Jungs renoviert und ein neues Konzept erstellt. Mit Familienfeier-Angeboten von der Taufe bis zum Beerdigungskaffee, von Hochzeiten, Geburtstagen und Kommunion. „Natürlich sind auch die Schützen beispielsweise zu Korpsfesten und Krönungen willkommen“, so Lebioda, der als Beisitzer im Komitee der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Neuss-Furth bestens vernetzt ist.

Während Lebioda das Catering einbringt, wird Thomas von Werden für ein festes Personalmanagement sorgen. Der Inhaber von PSP Personal Service-Partner wird den Vollservice von der Location bis zum Service beisteuern. „Als alte Hasen in diesem Geschäft wissen wir, dass neben einem veranstaltungsabhängigen gastronomischen Angebot das Ambiente und auch der Service wichtige Bausteine sind. Die Entscheidung, den Veranstaltungspart zu übernehmen, ist uns auch darum leicht gefallen, weil schon etliche Anfragen vorliegen“, sagen die beiden. Dabei haben sie nicht nur die Nordstadt im Blick, sondern wollen ihr Angebot auch über die Grenzen der Furth bekannt machen.

Das Pfund, mit dem beide wuchern, ist die Lebioda-Erfolgsgeschichte. Zu Zeiten von Oliver Lebiodas Großvater Peter Lebioda gingen dort 16 Schützenzüge ein und aus, mittlerweile sind es gar 21. Auch die Zahl der Gerichte, die serviert werden, wurde stetig erhöht: Gab es zu Zeiten der ersten Gastronomen-Generation nur Schnitzel mit Pommes, stehen derzeit rund 25 Gerichte auf der Karte, inklusive wechselnder Wochenangebote und einem Außerhaus-Service. Längst arbeiten in Lebiodas Küche daher vier Angestellte und sechs Leute im Service – inklusive Olivers Frau Christin. Peter Lebioda Senior und dessen Frau Anni hatten alles auf eine Karte gesetzt und die Gaststätte unter ihrem Namen aufgemacht. Mit Erfolg: In den 1970er Jahren lief die Gaststätte so gut, dass sich die Lebiodas gar mehrere Pächter ins Haus holten. 2000 übernahmen dann Olivers Eltern Elke und Peter Junior – der ist gelernter Koch – das Wirtshaus. Die Mutter hilft auch noch viel mit, gerade in der Küche. Seit Jahren haben aber der Sohn und Schwiegertochter Christin als dritte Generation den Hut auf.

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