1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: Offene Fragen vor der Fusion der kommunalen Krankenhäuser

Neusser Stadtrat : Letzte Hürden vor der Krankenhausfusion

Nach dem Kreistag wird am Freitag der Rat über die Krankenhausfusion zu entscheiden haben. Das wird nicht in ein paar Minuten über die Bühne gehen.

Denn auf einmal wird die Zusammensetzung der künftigen Geschäftsführung zum „Knackpunkt“ erhoben. Und die Fraktion „Die Linke“ macht sich den Anspruch der Städte Dormagen und Grevenbroich zu eigen, die als Standortstädte der beiden Kreiskrankenhäuser in der künftigen Krankenhausgesellschaft vertreten sein wollen. In den Verhandlungen über den Gesellschaftervertrag soll sich Bürgermeister Reiner Breuer dafür stark machen, dass beide Sitz und Stimme in einem zu bildenden Krankenhausbeirat bekommen, fordert der Fraktionsvorsitzende Roland Sperling. Breuer hatte bislang stets betont, dass diese Frage alleine vom Kreis zu entscheiden sei.

Mit dem Fusionsbeschluss heute  stimmt der Rat der Vereinbarung zu, dass die neue Gesellschaft bis zu drei Geschäftsführer haben kann. „Eine Option“, sagt Helga Koenemann (CDU). Bis zum Vollzug der Fusion sei noch Zeit, darüber zu entscheiden. Es gibt aber hörbar Befürchtungen, dass Nicolas Krämer (Lukaskrankenhaus) und Patricia Mebes (Kreiskrankenhäuser) ein „Externer“ als Sprecher der Geschäftsführung vor die Nase gesetzt werden soll. Das weist Breuer als Spekulation zurück. Mit dem Landrat habe er verabredet, dass Mebes, die – anders als Krämer – bei der Verschmelzung der Kreiskrankenhäuser auf das „Lukas“ ihren Job verloren hätte, in die Geschäftsführung aufgenommen werden soll. Und er stellt klar: Sigurd Rüsken, Interimsgeschäftsführer der Kreiskrankenhäuser, spielt in der neuen Gesellschaft „keine Rolle mehr“.

(-nau)