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Neuss: Oberlandesgericht entscheidet über „Kiesgrube“

Open-Air-Club in Neuss : Oberlandesgericht entscheidet über Namensrecht für „Kiesgrube“

Die Kiesgrube Event GmbH um Geschäftsführer Tom Preuss hat sich im Rechtsstreit um die Namensrechte vor Gericht durchgesetzt. Wie die Veranstalter am Montag über die von ihnen beauftragte Anwaltskanzlei mitteilen ließen, hat der 20. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf festgestellt, dass die Kiesgrube Event GmbH die älteren und damit „besseren“ Rechte an der Bezeichnung „Kiesgrube“ habe als der ehemalige Betreiber Frank Klement.

Damit sei die „Veranstaltungsbezeichnung ,Kiesgrube’ vor kalter Übernahme gerettet“ worden.

Die „Kiesgrube“ ist eine Party-Reihe, die 1996 eingeführt wurde und sich als Open-Air-Club im Neusser Süden etablierte. Frank Klement, der den Open-Air-Club seit diesem Jahr unter dem Namen „Am Blankenwasser“ führt, und die Kiesgrube Event GmbH hatten ihre Zusammenarbeit zum Jahreswechsel beendet. Klement beanspruchte die Namensrechte für sich. Beide Parteien beantragten einstweilige Verfügungen am Landgericht Düsseldorf, die im Wesentlichen darauf zielten, der Gegenseite die Benutzung der Bezeichnung „Kiesgrube“ zu untersagen. Die Kiesgrube Event GmbH entschied beide Verfahren im Wesentlichen für sich, die Berufung der Gegenseite lehnte das Oberlandesgericht nun laut Anwaltskanzlei ab. Wie die Anwälte mitteilen, streiten die beiden Parteien in einem weiteren Verfügungsverfahren vor dem Oberlandesgericht darüber, ob die Gegenseite die Kiesgrube Event GmbH von dem Grundstück aussperren und die Aufbauten, die die Kiesgrube Event GmbH auf dem früheren Grundstück errichten ließ, nutzen durfte.

  • (Archivfoto)
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Frank Klement, Betreiber des Open-Air-Clubs „Am Blankenwasser“, gab am Montag auf Anfrage unserer Redaktion keine Stellungnahme zur Entscheidung des Gerichts ab. Er richtet seine Partys auf dem Gelände an der Ecke Am Blankenwasser/Sudermannstraße aus, die Kiesgrube Event GmbH ist mit ihren Veranstaltungen nach Duisburg weitergezogen.

(NGZ)