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Neuss: NRW-Innenminister Herbert Reul spricht über "Innere Sicherheit"

Wahlkampf in Neuss : Herbert Reul: In vielen kleinen Schritten zum Ziel

NRW-Innenminister Herbert Reul sprach in Norf über „Innere Sicherheit“ und darüber, wie wichtig es für eine Gesellschaft sei, Regeln zu haben.

NRW-Innenminister Herbert Reul war zu Gast in Norf. Eingeladen hatte ihn sein Weggefährte und CDU-Direktkandidat für Neuss, Hermann Gröhe. Mit dem Thema „Innere Sicherheit“ wollte die CDU bei den Neussern punkten. Der Platz an der St.-Andreas-Kirche in Norf war am lauen Freitagabend gut gefüllt. Jan-Philipp Büchler, Neusser CDU-Vorsitzender, kündigte Reul als „Mister Innere Sicherheit“ an. Er betonte, dass Deutschland eine starke Wirtschaft zur Sicherung von Arbeitsplätzen, einen sicheren Sozialstaat mit einem verlässlichen Netz und eine sichere Umwelt brauche. Hermann Gröhe freute sich neben dem Innenminister auch einige Parteikollegen aus dem Düsseldorfer Landtag begrüßen zu können. Er bezeichnete das Thema „Innere Sicherheit“ als einen Markenkern der Union und nannte die anstehende Wahl einen Richtungsentscheid für das Land. Nach den Krisen der vergangenen Zeit käme es jetzt darauf an, dass der Staat wieder auf die Beine komme. Daher brauche Deutschland neben einer starken Wirtschaft auch Bürger, die sich für das Gemeinwesen einsetzen.

 NRW-Innenminister Herbert Reul.
NRW-Innenminister Herbert Reul. Foto: Andreas Woitschützke
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Der Innenminister präsentierte sich als Politiker, der gerne zupackt und in kleinen Schritten Dinge verändert. Beispiel: der Kampf gegen die Clan-Kriminalität. Mit vielen Beispielen beschrieb er, wie mit vielen kleinen Nadelstichen und unter Zusammenarbeit der verschiedenen Behörden erste Erfolge erzielt wurden. Allerdings bliebe noch viel zu tun. Reul betonte, dass es in einer Gesellschaft richtig sei, Regeln zu haben und sie auch durchzusetzen. Dafür bräuchte es vor allem eine gut ausgestattete Polizei. Corona habe gezeigt, wie wichtig es sei, sich an Regeln zu halten. Dabei gelte der Rechtsstaat für jeden und beinhalte auch die Möglichkeit, Dinge zu ändern, wenn sich die Mehrheit dafür entscheide. Zur anstehenden Wahl meinte Reul, dass es sich lohne, über die Vergabe der eigenen Stimme nachzudenken.

Schließlich stellte sich der Innenminister den Fragen der Neusser Bürger. Gefragt nach den Kosten für den umstrittenen Einsatz am Hambacher Forst, mochte er nicht die genannte Summe bestätigen. Er betonte aber, dass Sicherheit kein Preisschild habe. Auch das Thema Katastrophenschutz wurde angesprochen vor allem vor dem Hintergrund der Flutkatastrophe an Erft und Ahr. Reul betonte, dass es dort eine bessere Zusammenarbeit von Bund und Land brauche.