Neuss: Norfer ärgern sich über zum Teil zugewachsene Garageneinfahrt

Bürgermonitor Neuss : Anwohner ärgern sich über „Stadtgrün“

Langsam wächst die Garageneinfahrt der Familie Gey aus Norf zu. Doch die Hecke soll bleiben.

Wenn Mechthild Gey den Wagen aus der Garage holt und ihr Mann an der Beifahrerseite einsteigen möchte, ist das kaum möglich. Der Grund: ein Grünstreifen. Der gehört nicht zum Grundstück der Geys an der von-Waldthausen-Straße in Norf, sondern ist vielmehr Eigentum der Stadt Neuss. Doch in den Augen des Ehepaars kümmert sich das Amt für Stadtgrün viel zu selten um die „wilde Hecke“, die die Geys behindert.

1977 haben sie das Einfamilienhaus in Norf gekauft. „Zu der Zeit war nebenan nur Ackerland“, sagt Mechthild Gey. Doch mit dem Sportplatz kamen entsprechende Wege und Bepflanzungen. „Seit Jahren haben wir den Ärger mit dieser Hecke. Wir haben der Stadt sogar einmal den Vorschlag gemacht, sie zu entfernen. Wir hätten dann auf eigene Kosten etwas anderes dorthin gepflanzt“, sagt sie. Das sei aber nicht angenommen worden. „Wir leben hier am vergessenen Ende von Norf“, ist Mechthild Gey überzeugt. Am Lessingplatz, da sei alles wie geleckt, sagt sie.

Einmal haben die Geys bereits gegen die Stadt prozessiert, jedoch verloren. Dabei ging es um alte Eichen, deren Kronen über ihren Garten ragen. „Wir wollten nur, dass die regelmäßig beigeschnitten werden“, erklärt Gey. Und auch öfter kontrolliert. „Unsere Enkel spielen im Garten. Was ist, wenn Äste herunterfallen?“, fragt die Norferin. Die Bäume würden regelmäßig von Mitarbeitern des Amtes für Stadtgrün, Klima und Umwelt kontrolliert, sagt ein Stadtsprecher.

„Sie sind gesund, es besteht kein Handlungsbedarf“, fährt er fort. Und was die zum Teil zugewachsene Garageneinfahrt der Familie angeht – diese Anfrage der Redaktion konnte die Verwaltung bislang nicht beantworten.

(goe)
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