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Neuss: Nordstadtkonferenz der CDU zu Energie- und die Mobilitätswende

Nordstadtkonferenz der CDU in Neuss : „Es gibt genug Herausforderungen“

Bei der CDU-Nordstadtkonferenz wurde unter anderem die Energie- und die Mobilitätswende thematisiert. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke legte einen besonderen Fokus auf Zahlen.

Die CDU-Nordstadtkonferenz am Samstagvormittag im Papst-Johannes-Haus war vor allem eine Bühne für Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Der 64-Jährige kam mit der Mission in die Nordstadt, darzulegen, welch wichtige Aufgaben der Kreis zu erledigen hat. „Wenn’s ernst wird, sind wir an der Reihe“, erklärte der Landrat, der im September wiedergewählt werden möchte.

Monika Mertens-Marl von der Nordstadt-CDU begrüßte neben dem Landrat unter anderem den CDU-Bürgermeisterkandidaten Jan-Philipp Büchler, das Kreistagsmitglied Andreas Werhahn sowie die Kreistagskandidaten Thomas Klann und Jutta Stüsgen. Büchler betonte: „Wir wollen die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Kreis auf neue Füße stellen.“ Es gebe genug Herausforderungen in den nächsten Jahren und wichtige Weichenstellungen müssten erfolgen. Es gelte unter anderem, die Energie- und die Mobilitätswende zu stemmen.

Petrauschke servierte einen „bunten Zahlensalat“. So erfuhren die Besucher, dass unter der Notrufnummer 110 über 100.000 Anrufe pro Jahr eingehen. Die 112 wählen die Bürger sogar mehr als 300.000 Mal jährlich. In 2020 dürften es jedoch einige weniger sein. Petrauschke nannte den Grund: „Viele Menschen rufen die 112 an, um zu erfahren, wer Neusser Schützenkönig geworden ist.“ Sein Credo: „Wir möchten Rahmenbedingungen schaffen, damit die Menschen sich entwickeln können.“ Er machte deutlich, dass der Kreis unter anderem für vier Berufsschulen und acht Förderschulen zuständig ist, dass er Wirtschaftsförderung betreibt ebenso wie das Gesundheitsamt und die Heimaufsicht für alle Senioreneinrichtungen im Rhein-Kreis – und er erinnerte daran, dass das Rheinland-Klinikum das zehntgrößte Kommunale Klinikum in Deutschland ist. Anschließend wurde er unter anderem gefragt, warum der Rhein-Kreis der waldärmste Kreis in Deutschland ist. „Das liegt daran, dass wir die besten Böden haben, mehr als 50 Prozent des Kreisgebiets werden landwirtschaftlich genutzt.“ Gleichwohl seien Aufforstungen geplant.

Gemeinsam mit Heiner Cöllen, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Regio-Bahn, beantworte er die Fragen rund um einen neuen Haltepunkt am Johanna-Etienne-Krankenhaus. Unter den Besuchern gab es auch kritische Stimmen – die vorhandenen Buslinien seien ausreichend. Den Wunsch nach mehr Polizeipräsenz wollte Petrauschke angesichts der begrenzten Personalressourcen nicht versprechen.