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Neuss: Neues Test-Center für Corona am ersten Tag voll ausgelastet

In der Nordstadt : Neues Test-Center am ersten Tag voll ausgelastet

Wie geplant ist das „Test-Center Corona“ am Mittwoch in der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft neben dem Nordbad an den Start gegangen – und war direkt voll ausgelastet. Wie Kreissprecher Benjamin Josephs auf Nachfrage mitteilte, wurde mit acht vorgenommenen Tests am ersten Tag bereits die Obergrenze erreicht.

Man sei jedoch jederzeit in der Lage, die Kapazitäten zu erhöhen. „Wir behalten die Situation im Auge“, so Josephs. Auch für die nächsten Tage seien die Termine bereits „gut nachgefragt“.

Das Test-Center wurde von der Stadt Neuss, dem Rhein-Kreis Neuss und der Ärzteschaft in einer Trägergemeinschaft eingerichtet. Es soll dazu dienen, die Haus- und Kinderärzte sowie die Notfallambulanzen der Krankenhäuser zu entlasten. Der Rhein-Kreis weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass Spontan-Besuche im Center nicht möglich sind. Das Test-Verfahren könne nämlich nur nach Zuweisung durch das Gesundheitsamt in Anspruch genommen werden. Die niedergelassenen Ärzte stellen dort das Personal und werden unterstützt durch Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter.

Menschen, die Symptome bei sich feststellen oder begründet annehmen, mit dem Corona-Virus infiziert zu sein, werden gebeten, nicht unaufgefordert zum Arzt oder in das Krankenhaus zu fahren. Sie sollten zunächst telefonisch den Rat ihres Haus- beziehungsweise Kinderarztes einholen, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 (ohne Vorwahl) oder die Hotline des Gesundheitsamtes (02181 6017777) wählen. Die Hotline des Gesundheitsamtes ist Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr und Samstag und Sonntag zwischen 9 und 18 Uhr zu erreichen.

Die Grünen bringen das Thema Corona auch beim Kreisausschuss am 18. März aufs Tableau. Sie fordern unter anderem eine Stellungnahme der Kreisverwaltung zu dem Vorschlag, eine zentrale Infektionsstation für den Rhein-Kreis aufzubauen. Diese könnte die Versorgung in den Krankenhäusern absichern.