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Neuss: Neuer Anbieter drängt ins Touristen-Geschäft

Touristische Touren durch Neuss : Neuer Anbieter drängt ins Touristen-Geschäft

Neuss ist einen Besuch wert. Das haben jetzt auch die Macher von „Auf ins Viertel“ in Düsseldorf entdeckt. Sie expandieren nun nach Neuss.

Vor sechs Jahren gegründet, bietet Firmeninhaberin Elke Knauer-Wagner mit ihrem Team in der Landeshauptstadt inzwischen acht unterschiedliche Stadtteilrundgänge an. Jetzt expandiert sie nach Neuss und startet mit touristisch-kulinarischen Stadtrundgängen, die unter dem Titel „Versteckte Gassen, mächtige Stadtmauer“ vermarktet werden. Los geht es am Samstag.

„Auf ins Viertel“ stößt damit in ein Segment vor, das schon andere besetzt haben. Helmut Wessels beispielsweise schlüpft gerne in unterschiedliche Rollen und führt etwa als Stadtschreiber Christian Wierstraet Gäste durch die Stadt. Am 18. Januar etwa erklärt er seinen Begleitern die architektonischen Besonderheiten des Quirinusmünster, alte und neue Kunstwerke der Basilika sowie die Symbolik der Kirche.

Auch Neuss Marketing spielt gerne diese Karte – auch unter kulinarischen Vorzeichen – und hat dabei die Neusser wie auch externe Gäste als Zielgruppe im Blick. Etwa wenn Marion Tiefenbacher-Kalus ihre Tour „Heute back ich, morgen brau’ ich“ anbietet. „Wir haben aber natürlich kein Monopol auf solche Angebote“, sagt Jürgen Sturm, Geschäftsführer von Neuss Marketing. „Der Markt wird zeigen, ob und wer sich am Ende durchsetzt.“

Elke Knauer-Wagner zumindest geht die Sache mit so viel Zuversicht an, dass sie ihre Tour jeden Samstagvormittag anbieten will. Auf Nachfrage könne sie auch zu anderen Terminen eine Führung sicherstellen, sagt sie. Die Exkursionen könnten dann auch abweichend von dem Konzept, das sie für einen zweieinhalbstündigen Rundgang entwickelt hat und derzeit fünf Zwischenstopps vorsieht, verabredet werden.

Die Gründerin von „Auf ins Viertel“ stammt aus dem Schwäbischen und kam mit ihrem Mann und den Kindern vor 13 Jahren ins Rheinland. Neuss und seine Historie musste sie sich erst erschließen – und tat beides gerne. Ein Jahr lang kam sie immer wieder nach Neuss, sprach mit Menschen auf der Straße, besuchte Lokale, kaufte ein. Dann hatte sie genug über Neuss und die Neusser erfahren und ihre Tour stand.