Neuss: Neue Skulptur von Carola Eggeling für den Jostensbusch

Bürgerpark in Neuss : Neue Skulptur für den Jostensbusch

Die Neugestaltung des Jostensbuschs hat den Initiativkreis Nordstadt dazu bewogen, ein weiteres Kunstobjekt in der Nordstadt zu präsentieren.

Die Nähe zum gegenüber liegenden Marie-Curie-Gymnasium führte zu der Idee, die Neusser Künstlerin Carola Eggeling zu bitten, eine Arbeit zu entwerfen, die sich thematisch mit Marie Curie auseinandersetzt. Parallel wurden entsprechende Anträge gestellt, um Unterstützung bei der Finanzierung dieses Projektes zu bekommen.

Im Clemens-Sels-Museum fand jetzt die gemeinsame Spendenübergabe der Jubiläumsstiftung der Sparkasse Neuss und der Sparkassenstiftung Neuss statt. Auch der Initiativkreis Nordstadt bekam eine Spende in Höhe von 7500 Euro, die in Anwesenheit von Bürgermeister Reiner Breuer, Volker Gärtner (Sparkasse) und des Vorsitzenden des Initiativkreises, Jochen Goerdt, an Beate Pricking übergeben wurde. Neben dieser Spende gab es auch eine Vielzahl von anderen Spendern, die letztlich dazu beigetragen haben, dass die neue Skulptur jetzt gegossen werden kann.

Das Modell von Carola Eggeling soll jetzt gegossen werden. Foto: Initiativkreis Nordstadt/Initiativkreis

Wenn der Jostensbusch am Dienstag, 2. Juli, um 17 Uhr offiziell durch den Bürgermeister nach der Neugestaltung wieder eröffnet wird, wird auch die geschaffene Skulptur enthüllt. Die beiden bisher vom Initiativkreis errichteten Skulpturen befinden sich in der kleinen Grünanlage auf der Neusser Weyhe. Beide Künstler stammen von der Furth. Die erste Skulptur „Mittelpunkt“ ist von Viktor Nono, die zweite „Fächer“ von Jürgen Zaun. Dabei kann der „Skulpturenpfad Nordpark“ auf bereits vorhandene Kunstwerke aufbauen – wie das Denkmal für Hermann Josef Dusend nach den Entwürfen von Fritz Meyer, den Gedenkstein für Hubert Schäfer von Harald Kuhn, die Stahlplastik „Freude und Erkennungszeichen“ von Friedel Denecke, die Further Familie von Dieter Patt und den St.-Sebastianusbrunnen.

Das auf Jahrzehnte hin angelegte Projekt soll die Nordstadt nachhaltig durch Kunst bereichern und damit zu einer weiteren Aufwertung des schon heute beliebten und angesehenen Stadtteils beitragen.

Der Jostensbusch ist ein Dauerthema in der Neusser Nordstadt. 2018 hatte die Stadt dort 41 Bäume fällen lassen. Die Verwaltung begründete dies mit einem Krankheitsbefall. Dieser sei so weit fortgeschritten gewesen, dass Stämme oder Äste instabil wurden. Um Besucher keiner Gefahr auszusetzen, seien die Fällungen unumgänglich gewesen. Zwar hat die Stadt mittlerweile Nachpflanzungen vorgenommen. Doch Anwohner und Nutzer fordern weitere Aufforstungsarbeiten nach dem „Kahlschlag“.

Der Jostensbusch, der 2014 durch Pfingsturm Ela erheblich beschädigt wurde, wird derzeit zu einem Bürgerpark mit Spiel- und Freizeiteinrichtungen für alle Altersgruppen hergerichtet und soll so seinen Naherholungscharakter zurückbekommen. Dazu soll auch die neue Skulptur ihren Teil beitragen.

(NGZ)
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