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Neuss: Neue Räume für besonderen Treff 3

Sanierung in Neuss abgeschlossen : Neue Räume für besonderen Treff 3

Das Programm läuft nach der dreimonatigen Sanierung wieder an. Das Angebot richtet sich nun nicht mehr nur an Fünf- bis Zwölfjährige, sondern ist nach oben offen.

Selbst mit geschlossenen Augen würden die Besucher es merken: Es wurde renoviert. Ein leichter Farb-Geruch mischt sich mit dem Holz-Aroma der frisch gelieferten Möbel. Vor vier Monaten musste der Treff 3 an der Görlitzer Straße direkt neben dem Rheinparkcenter in das Hotel um die Ecke umziehen. Schon nach drei Monaten war die Sanierung in den von der Diakonie gemieteten Räumen abgeschlossen, am Freitag ging es zurück in die neuen Räume.

„Das konnte ich mir nicht vorstellen, dass es hier mal so aussieht“, sagt Markus Hübner, der Leiter des Jugendamts. Er ist heute Gast der Eröffnung. Gerade steht er im Büro von Natalia Ermisch. „Die Arbeit mit den Klienten hat auch vorher schon sehr gut funktioniert. Jetzt sieht es auch noch schön aus“, sagt sie. Ermisch und ihre Kollegen wurden in die Gestaltung der neuen Räume einbezogen. Hinter ihrem Büro ist ein neuer Bereich mit zwei Computern. Hier sollen bald Jugendliche und Kinder ihre Freizeit verbringen können. Und zwar mehr als früher. „Da richtete sich unser Angebot nur an Fünf- bis Zwölfjährige. Jetzt ist es nach oben offen“, sagt Chantal Macek. Sie leitet die Einrichtung. Das Einzugsgebiet des Treff 3 ist besonders. Es liegt verkehrstechnisch günstig zwischen Düsseldorf und Neuss.

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Das Einkaufszentrum ist direkt neben an. In den zwölfstöckigen Hochhäusern gegenüber wohnen aber keineswegs nur sozial schwächer gestellte Personen, sondern auch viele Menschen mit Eigentum in den Gebäuden. „Das ist hier kein Brennpunkt im klassischen Sinne“, sagt Felix Neumann. Er absolviert gerade sein Praxissemester. In den Treff 3 kommen viele Menschen mit Migrationsgeschichte, aber auch Senioren treffen sich zum Kaffee und der Digitalsprechstunde. Der Treff 3 ist Beratungsstelle für erwachsene Zuwanderer. „Darum ist es wichtig, dass wir uns auch mit unseren Klienten in Ruhe unterhalten können“, sagt Ermisch. In den neuen Räumen klappt das.

Einen Treffpunkt in der Görlitzer Straße gibt es schon seit 1989. Zunächst in Hausnummer 13, jetzt in der 3. Daher auch der Name. „Vorher war das hier eine Autowerkstatt“, erklärt Andre Fitzner, Diakonie-Geschäftsfeldleiter der Familien und Jugendhilfe: „Da gab es dann natürlich einige Umbauarbeiten. Seitdem wurde aber nicht mehr viel gemacht.“ Ein Anstrich hier, eine neue Fuge da, „aber nichts Großartiges“, sagt Fitzner. 2017 wurde der Diakonie dann erst einmal gekündigt. Der Auszug konnte aber – auch mit politischer Hilfe – letztendlich abgewendet werden, der neue Mietvertrag gilt für zehn Jahre. „So langsam kommen unsere Klienten auch wieder“, sagt Chantal Macek. Viele würden aktuell noch draußen spielen. Wegen des halbwegs guten Wetters. Bald werden die jungen Menschen im Stadtteil aber merken, dass sich etwas getan hat im Treff 3. Und wenn sie reingehen, werden sie es sogar riechen.