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Neuss: Nach Brand im Barbaraviertel - tonnenweise Tabak sichergestellt

Nach Brand im Barbaraviertel in Neuss : Zollfahndung stellt tonnenweise Shisha-Tabak sicher

Eine Halle einer Kfz-Werkstatt stand Montagabend an der Scharnhorststraße in Vollbrand. Ein Fleischbetrieb musste deswegen tonnenweise Fleisch entsorgen. Auch in der Halle wurde tonnenweise Material gelagert - allerdings Tabak und Chemikalien.

Im Zusammenhang mit den polizeilichen Ermittlungen zum Kostenpflichtiger Inhalt Brand in einer gewerblich genutzten Halle im Barbaraviertel machten die eingesetzten Kräfte eine Feststellung, die im Folgenden zu einem umfangreichen Ermittlungsverfahren und zu Festnahmen durch das Zollfahndungsamt Essen führte.

Am Montagabend, 4.Oktober, um kurz nach 21 Uhr, brach in der Immobilie an der Scharnhorststraße / Büdericher Straße ein Feuer aus. Das Fachkommissariat 11 der Polizei im Rhein-Kreis Neuss übernahm die Ermittlungen und suchte, zusammen mit einem Brandsachverständigen, den Brandort auf. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte der Brand fahrlässig bei Karosseriearbeiten ausgelöst worden sein.

 Eine Maschine zusammen mit Sisha-Tabak fand die Polizei.
Eine Maschine zusammen mit Sisha-Tabak fand die Polizei. Foto: Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss

Neben den Feststellungen zum Brand wurden größere Mengen Tabak und Chemikalien aufgefunden, die den Verdacht einer illegalen Herstellung von Shisha-Tabak aufkommen ließen. Das Zollfahndungsamt Essen übernahm zuständigkeitshalber die weiteren Ermittlungen.

 Auch eine Maschine wurde gefunden.
Auch eine Maschine wurde gefunden. Foto: Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss

Noch am Abend des Brandes und am Folgetag durchsuchten demnach Beamte des Zollfahndungsamtes Essen zwei Werkshallen und stellten mehr als fünf Tonnen illegalen Wasserpfeifentabak, über vier Tonnen Rohtabak, mehr als 160 Kilogramm Rauchtabak sowie Verpackungen nd Herstellungsequipment sicher.

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Zwei Personen wurden festgenommen. Gegen beide Verdächtige ordnete das zuständige Amtsgericht Düsseldorf Untersuchungshaft an.

"Durch die illegale Herstellung von Shisha-Tabak erzielen die Täter regelmäßig enorme Gewinne. Unversteuerter gefälschter Wasserpfeifentabak entsprechender Markenhersteller wird zu 50,- Euro pro Kilogramm gehandelt"; so Heike Sennewald vom Zollfahndungsamt Essen, und führt weiter aus: "Aus dem sichergestellten Rohtabak hätten über 34 Tonnen illegaler Shisha-Tabak mit einem Steuerschaden von fast 900.000 Euro hergestellt werden können. Bei illegalem oft unter unhygienischen Bedingungen, hergestelltem Wasserpfeifentabak können erhebliche gesundheitliche Gefährdungen nicht ausgeschlossen werden", sagt Heike Sennewald, Pressesprecherin des Zollfahndungsamtes Essen.

Die Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Düsseldorf wegen des Verdachtes der Steuerhinterziehung dauern an. Presseanfragen in diesem

(NGZ)