2,5 Millionen Euro erforderlich: Neuss muss acht zusätzliche Kitas bauen

2,5 Millionen Euro erforderlich: Neuss muss acht zusätzliche Kitas bauen

Die Stadt Neuss wächst. Im Speckgürtel von Düsseldorf gelegen, ist die Quirinusstadt vor allem bei jungen Familien ein beliebter Wohnort. Doch diese gute Nachricht stellt Politik und Verwaltung vor Herausforderungen. Eine davon kommt am nächsten Donnerstag im Jugendhilfeausschuss auf den Tisch, und die hat es in sich.

Aber die Finanzen sind das eine, die Umsetzung ist das andere. Das Gebäudemanagement ist seit langem mehr als ausgelastet und wird selbst wohl nur einen Teil der Maßnahmen umsetzen können. Susanne Benary-Höck (Grüne), Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, betont: "Die fehlenden Ausbaukapazitäten sind das zentrale Problem. Das müssen wir vorrangig lösen."

Zum 20. Juli hat Bürgermeister Reiner Breuer daher die Projektgruppe "Kita-Ausbau 2020/2022" eingerichtet. Unter dem Vorsitz von Ralf Hörsken sollen Lösungen gefunden werden, um die acht zusätzlichen Kitas bedarfsgerecht zu errichten. Die zentralen Aufgaben: geeignete Grundstücke akquirieren und Investoren gewinnen. Die in Neuss tätigen Kita-Träger und Kirchengemeinden sollen dabei ins Boot geholt werden - möglichst als Investor. Erste Gespräche sind laut Reiner Breuer positiv verlaufen. Zum Ausbau des Betreuungsangebots sollen zudem beim Land Fördermittel beantragt werden. Die acht zusätzlichen Kitas sollen über das Stadtgebiet verteilt entstehen, die Standortsuche läuft.

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Klar ist: Der Zeitplan wird stramm. Darauf weist Claudia Föhr (SPD) hin. "Beim Gebäudemanagement fehlt es nun mal leider an Personal. Aber das ist kein spezifisches Neusser Problem, das geht anderen Städten ja genauso."

Thomas Kaumanns (CDU) betont, dass in der Vergangenheit bereits vieles auf den Weg gebracht wurde. "Alles in allem haben wir den Kita-Ausbau bislang gut hinbekommen." Er geht davon aus, "dass uns dies auch in Zukunft gelingt". Neben der Fertigstellung des Neubaus der Kita an der Euskirchener Straße gibt es derzeit fünf Maßnahmen in der Stadt, die umgesetzt werden. Zusätzlich zum Ergänzungsprogramm der acht Kitas sind acht weitere Kitas bis 2021 geplant.

(abu)