Neuss: Mit dem Fahrrad in den Frühling

Eine Tour durch Neuss und Umgebung : Mit dem Rad den Rhein-Kreis entdecken

Wer sich in den Sattel schwingt und gerne neue Touren ausprobiert, kann dazu das sogenannte Knotenpunktsystem nutzen. Hat man es einmal gemacht, bieten sich viele Kombinationsmöglichkeiten. Die NGZ stellt eine Tour vor.

Mit dem Start in den Frühling beginnt auch die Fahrradsaison. Ideale Voraussetzungen also für eine Tour durch Neuss und Umgebung! Aber wohin soll es gehen? Ein einfaches Mittel zur Planung einer Rundtour ist das Knotenpunktsystem. Das gesamte Rheinland wird von einem Wegesystem durchzogen, das zahlreiche Städte vernetzt und für Radtouren ausgelegt ist. Das Prinzip ist einfach: An jedem Knotenpunkt laufen mehrere Wege zusammen, weiß-rote Schilder zeigen an, wo die umliegenden Knotenpunkte liegen. Im Internet gibt es unter www.radregionrheinland.de eine Karte mit allen Punkten.

In Kloster Langwaden kann man einkehren. Foto: Woitschützke, Andreas (woi)

2014 wurde dieses System fertiggestellt. Nach dem Baukastenprinzip kann jeder ganz einfach seine Tour zusammenstellen – und immer wieder neue Kombinationen austesten. Die weißen Nummern auf roten Punkten führen dann bequem durch den Rhein-Kreis. 114 solcher Knotenpunkte gibt es hier. Am besten einfach auf einem Zettel – es sind schließlich eine Menge Zahlen – notieren, und ab in den Sattel!

Schloss Hülchrath lockt als Stopp. Foto: Berns, Lothar (lber)

Wir stellen eine mögliche Runde, vor. Die reine Fahrzeit der circa 35 Kilometer langen Tour nimmt bei gemütlicher Fahrt etwa drei Stunden in Anspruch, allerdings variiert das je nach Geschwindigkeit, Fitness – und wie oft eine Rast oder Einkehr eingelegt wird. Und dazu gibt es auf dieser Rundfahrt einige Gelegenheiten. Man ist ja schließlich als Genießer unterwegs!

Es geht vorbei an der Langen Foundation. Foto: Woitschützke, Andreas (woi)

Die Route führt durch den Neusser Süden, Startpunkt ist der Knotenpunkt 30 am Sporthafen. Von dort aus überquert man die Erft und macht sich auf zum Knotenpunkt 1. Es bietet sich ein weitläufiger Blick über die Eftmündung. Das weckt Heimatgefühle! Anschließend biegt man auf den Radweg längs der Erft ein. Man folgt ihm entlang der Knotenpunkte 73,71,72 bis Punkt 93, vorbei an Weckhoven. Jetzt geht es in Richtung des „kulturellen Teils der Tour“: Man biegt rechts ab und nimmt Kurs auf Knotenpunkt 64. Dabei passiert man das Museum Insel Hombroich. Es ist von April bis September täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. „Kunst parallel zur Natur“ lautet dort das Motto in Anlehnung an Paul Cézanne.

Weiter geht’s! Die Tour führt an der Langen Foundation vorbei zum Knotenpunkt 65. Dabei kommt echtes Niederrhein-Feeling auf: Man lässt weite Felder hinter sich und durchquert Kapellen. Dabei geht es an den Knotenpunkten 11, 12, 13 und 14 vorbei. Die Erft wird auf dem Weg zum Knotenpunkt 31 überquert, man erspäht Kloster Langwaden. Dort bietet sich eine Einkehr an. So eine Fahrt macht schließlich hungrig. Im Restaurant – montags ist Ruhetag – kann man sich prima stärken, zum Beispiel mit Salaten aus dem Klostergarten oder einem deftigen Mittagsgericht. Keine Bange vor dem schlechten Gewissen! Bei so einer Radtour werden schließlich auch Kalorien verbrannt!

Gestärkt geht es weiter ins Mittelalterdorf Hülchrath, in dem Knotenpunkt 95 liegt. Bevor es zum Knotenpunkt 99 geht, bietet sich ein Zwischenstopp am Schloss an. Anschließend passiert man Neukirchen. Vor der Weiterfahrt zum Knotenpunkt 85 kann ein Zwischenstopp im Ladencafé des Biohofes „Pfannenschuppen“ gemacht werden. Am Knotenpunkt 85 biegt man links in Richtung des Knotenpunktes 74 ab und stößt auf den Norfbach. Man folgt dem kleinen Gewässer und hat einen tollen Blick über die umliegenden Felder! Nachdem man Knotenpunkt 74 hinter sich lässt, macht man sich auf den Weg zu Knotenpunkt 73 und fährt einen Halbkreis um Norf. Dabei unterquert man die Bahnstrecke.

Nun verlässt man Norf und orientiert sich weiterhin am Norfbach. Schließlich kommt man an die Mündung, wo die Erft den Norfbach begrüßt, man hat Knotenpunkt 73 erreicht! Dort angekommen, biegt man rechts ab und fährt stromabwärts die Erft entlang, bis man den Knotenpunkt 1 erreicht. Dann geht’s zurück zum Startpunkt, Knotenpunkt 30 am Sporthafen.

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