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Neuss: Ministerpräsident Armin Laschet beim Schützenfest

Ministerpräsident Armin Laschet beim Schützenfest : „Neusser leben Verbundenheit zur Heimat“

An die Schützenstadt wird der Landesvater fast täglich erinnert. Aus seinem Staatskanzlei-Büro sieht er ein „kleines Stück Neuss“.

Ministerpräsident Armin Laschet gefiel offenbar, was er als Ehrengast beim Schützenfest erlebt hatte: Hochamt, Frühstück, Empfang im Rathaus, Parade. Da wagte er eine Zwischenbilanz, noch ehe er in einer Kutsche sitzend am Nachmittagsumzug teilgenommen hatte. Im Land würden viele Feste gefeiert, doch nur wenige seien so mit Inhalten verbunden wie das Neusser Schützenfest. Brauchtum sei wieder modern. Aber man müsse es auch aufrecht halten, wenn es gerade einmal unmodern sei. Das habe sich in Neuss ausgezahlt. Der NGZ beantwortete Laschet im Vorfeld seines Besuches in Neuss einige Fragen.


Was macht in Ihren Augen die Faszination des Neusser Schützenfestes aus?

 Karl Arnold und Adolf Flecken Kirmes Schützenfest Neuss 1949
Karl Arnold und Adolf Flecken Kirmes Schützenfest Neuss 1949 Foto: NBSV

Armin Laschet Das Neusser Schützenfest steht für Tradition und gelebte wie geliebte Brauchtumspflege. Schon die enorme Zahl an Mitwirkenden – dieses Jahr wieder mit einer Rekordzahl von mehr als 7700 Marschierern – macht deutlich, mit wie viel Herzblut die Neusser von Jung bis Alt dieses Fest ausrichten und feiern. Das begeistert, fasziniert und lädt zum Mitfeiern ein.

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Sie haben als Gast in der Kanzlei Hüsch bereits 2010 die Königsparade verfolgt. Woran erinnern Sie sich besonders gern, wenn Sie an Ihre Schützenfest-Erfahrung denken?

Laschet Die Begeisterung der Neusserinnen und Neusser, die ich erleben konnte. Das ist einmalig im ganzen Land.

Welche Bezüge zum Brauchtum, zum Schützenwesen pflegen Sie in ansonsten übers Jahr?

Laschet In meinem Aachener Stadtteil Burtscheid gibt es allein vier Schützenvereine. Sie sind wichtig für den sozialen und kulturellen Zusammenhalt. Vor einigen Jahren war ich sogar Ehrenschützenkönig bei den Armbrustschützen.

Tragen Sie oft Frack und Zylinder?

Laschet So gut wie nie. Deshalb freue ich mich auf Neuss und diese besondere Gelegenheit.

Sie waren Gastredner beim Jubiläum der Neusser Bürgergesellschaft 2011. Was fällt Ihnen zum Stichwort Neusser Bürgersinn ein?

Laschet Die Neusser stehen für Gemeinsinn, Zusammenhalt und gelebte Gemeinschaft mit Herz. Das gemeinsame Anpacken ermöglicht es, dass die Engagierten eines einzigen Schützenvereins jedes Jahr aufs Neue ein derartiges Fest auf die Beine stellen, das Hundertausende Menschen anzieht und begeistert. Das ist außergewöhnlich.

Welche drei Begriffe fallen Ihnen zuerst ein, wenn Sie an Neuss und die Neusser denken?

Laschet Bei Neuss denke ich zuerst an das Schützenfest und das Quirinus-Münster. Bei den Menschen fallen mir sofort der Zusammenhalt und die gelebte Heimatverbundenheit ein. Wenn man in der Welt einen Neusser trifft, erzählt er als erstes vom Schützenfest und dass er jedes Jahr hinreist. Und an Neuss erinnert werde ich fast jeden Tag, kann ich doch aus meinem Bürofenster in der Staatskanzlei sogar ein kleines Stück Neuss sehen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: NRW-Ministerpräsident Laschet zu Gast beim Neusser Schützenfest