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Neuss: Martin-Luther-Schule hisst aus Protest „weiße Fahnen“

Corona-Lage in Neuss : Nächste Schule hisst aus Protest „weiße Fahnen“

Nachdem sich bereits die Gemeinschafts-Grundschule „Die Brücke“ an der Protest-Aktion beteiligt hatte, zieht nun die Martin-Luther-Schule nach.

(jasi) Schon vor Wochen hatte Schulleiterin Susanne Huptasch im Gespräch mit unserer Redaktion die Corona-Situation in den Schulen bemängelt – und weil die Lage nach wie vor unverändert ist, hat sie sich nun zusammen mit ihrem Kollegium dazu entschieden, auch ein sichtbares Zeichen des Protestes an ihrer Martin-Luther-Schule zu platzieren. Seit Mittwoch hängen nun weiße Fahnen aus manchen Fenstern des Schulgebäudes. Die Aktion geht zurück auf einen entsprechenden Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die forderte Grundschulen jüngst dazu auf, mittwochs sichtbar zu protestieren, um auf die Situation für Schüler, Lehrer und Eltern in Bezug auf die verschärfte Corona-Lage aufmerksam zu machen.

Was Susanne Huptasch besonders ärgert, ist das unsichere Lollitest-Verfahren seit der Umstellung Ende Januar. Zwar wird weiterhin an den PCR-Pooltests festgehalten, Schüler eines positiv getesteten Pools müssen allerdings am nächsten Tag zu Unterrichtsbeginn in den Schulen mit Antigen-Schnelltests einzeln getestet werden. Alternativ können sie auch ein negatives Testergebnis von einer Bürger-Teststelle nachweisen. Lehrer und Eltern hatten jüngst ihre Durchseuchungsangst deutlich gemacht, weil die Antigen-Schnelltests nicht zuverlässig anschlagen. Die Martin-Luther-Schule ist nicht die erste Einrichtung in Neuss, die sich an der Protest-Aktion beteiligt. Bereits Anfang des Monats hatte sich zum Beispiel die Gemeinschafts-Grundschule „Die Brücke“ zu diesem Schritt entschlossen.

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Die GEW fordert unter anderem eine deutliche Verbesserung des Testmanagements, damit Lehrkräften wieder mehr Zeit bleibt für die pädagogische Arbeit; eine nachhaltige Verkleinerung der Schülerzahl auf 20 Kinder pro Klasse und eine deutliche Erhöhung der Leitungszeit für Schulleitungen zur Bewältigung der vielfältigen zusätzlichen Aufgaben, die aus dem Corona-Krisenmanagement resultieren. Kritisiert wird zudem die in vielen Fällen nach wie vor „katastrophale Lüftungssituation“.