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Neuss Marketing stellt den digitalen Nachfolger der Litfaßsäule vor

Neuss Marketing : Die Litfaßsäule wird digital

An einigen Standorten werden Info-Säulen aufgebaut, die auch bei Gefahr warnen. Im Alltag werden über die digitalen Nachfolger der Litfaßsäule aber im dreiminütigen Wechsel je 18 Nachrichten verbreitet.

Die Litfaßsäule als Werbeträger ist ein Auslaufmodell. 35 dieser Säulen wurden gerade abgebaut. Von „Entrümpelung der Innenstadt“ spricht Hermann Meyersick, Geschäftsführer der auf Außenwerbung spezialisierten Firma Ströer, der am Montag an der Ecke Niederstraße/Büchel den Nachfolger vorstellen konnte: digital, nachhaltig, multifunktional und inhaltlich schnell zu aktualisieren.

Das hat auch Vorteile für die Stadt, Neuss Marketing als Vertragspartner von Stroer oder die Feuerwehr. Die kann nämlich über das kommunale Informationssystem, wie die Neuheit schlicht heißt, bei Gefahr in Verzug Warnmeldungen auf die großen LED-Bildschirme pushen. Neben der Warnapp Nina und den Durchsagen im Lokalradio verfügt sie damit bei definierten Gefahrenlagen über ein drittes schnelles Medium.

Fünf dieser Info-Säulen werden nach und nach im Hauptstraßenzug beziehungsweise am Theodor-Heuss-Platz aufgestellt. Drei Großbildschirme an verkehrsreichen Knoten kommen hinzu. Im dreiminütigen Wechsel werden auf ihnen je 18 Nachrichten verbreitet. Einen Beitrag pro Durchlauf darf Neuss Marketing gestalten. Das würden vor allem Hinweise auf eigene Veranstaltungen und Aktionen oder innerstädtische Events wie den Weihnachtsmarkt sein, sagt Geschäftsführer Jürgen Sturm.

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Auch die Stadt nutzt das neue Medium zur Weitergabe von Informationen, die auch auf der Internetseite zu finden seien, ergänzt Stadtpressesprecher Peter Fischer. Gekoppelt mit Nachrichten von anderen Datenplattformen wie T-Online, dem Wetterbericht und natürlich Werbebotschaften des Handels soll so ein informativer Mix entstehen. Bewegte Bilder wären möglich, werden aber gerade an den Verkehrsknoten nicht gezeigt. Das würde Autofahrer ablenken. Neben die Monitore, deren Helligkeit über Sensoren ans Umgebungslicht angepasst wird, wurde ein QR-Code geklebt, über den man sich seinen Standort auf dem Stadtplan im Handy anzeigen lassen kann. Das, so Ströer-Niederlassungsleiter Paul Lässig, „haben wir so noch nirgendwo“.