Neuss: Marie-Curie-Gymnasium feiert 50-jähriges Bestehen

Geburtstagsfeier in der Aula : „Marie-Curie“ feiert 50-jähriges Bestehen

Gemeinsam mit rund 200 Gästen feierte das Marie-Curie-Gymnasium Neuss am Dienstag Geburtstag. Bereits vor 44 Jahren etablierte die damalige und erste Schulleiterin Christel Weyhe den naturwissenschafltichen Schwerpunkt.

Mit einem großen Festakt feierte das Marie-Curie-Gymnasium Neuss am Dienstag sein 50-jähriges Bestehen. Rund 200 Gäste, darunter Bürgermeister Reiner Breuer, Regierungsschuldirektorin Doris Mause sowie Beigeordnete Christiane Zangs, kamen für den in Gold gehaltenen Festakt mit Big-Band und Geburtstagstorte am Nachmittag in der Aula der Schule zusammen.

Bürgermeister Reiner Breuer lobte die Schule vor allem für ihre Besonderheiten: Das Marie-Curie-Gymnasium sei ein „Bildungsschatz“ und mit seinem naturwissenschaftlichen und bilingualen Profil aus der heutigen Neusser Schullandschaft nicht mehr wegzudenken. Dass das Gymnasium nun auch das Ziel verfolge, Europaschule zu werden, sei gut und wichtig. Breuer: „Ich möchte Sie dazu anhalten, daran weiterzuarbeiten.“ Auch Regierungsschuldirektion Doris Mause beglückwünschte die Schule zum runden Geburtstag. Zwar sei sie mit 50 Jahren noch recht jung, habe aber trotz allem bereits so einiges vorzuweisen. Mit den besonderen Ausbildungsmöglichkeiten eines bilingualen Abiturs und der Möglichkeit, parallel zum Abitur eine Ausbildung zum Chemisch-Technischen Assistenten zu absolvieren, bereite das Gymnasium seine Schüler bestens auf eine anspruchsvolle Berufswelt vor.

Das Marie-Curie-Gymnasium wurde 1969 als „Zweites Städtisches Mädchengymnasium“ in Neuss gegründet. Bevor es 1973 in den heutigen Standort an der Jostenallee zog, hatte die Schule zahlreiche andere Standorte in der Neusser Südstadt sowie in der Innenstadt. Das Schulgebäude selbst steht heute unter Denkmalschutz. Nach seinem Bau im Jahre 1914 wurden dort Volksschullehrer ausgebildet. Doch schon in den zwanziger Jahren wurde dieses sogenannte Königlich-Preußische Lehrerseminar wieder geschlossen und als städtische Berufsschule genutzt.

Seit der Gründung des Gymnasiums Anfang der 70er Jahre hatte vor allem die erste Schulleiterin und Oberstudiendirektorin Christel Weyhe besonderen Einfluss auf dessen Entwicklung. Ihr ist zu verdanken, dass das Gymnasium 1971 nach der polnischen Physik- und Chemie-Nobelpreisträgerin Marie Curie benannt wurde. Weyhe, die selbst studierte Chemikerin war, führte zudem bereits im Jahre 1975 die Doppelqualifikation durch eine Ausbildung zum Chemisch-Technischen Assistenten am Gymnasium ein. Der besondere Berufsbildungsweg besteht bis heute und ist in Nordrhein-Westfalen einmalig. Oberstudiendirektor Andreas von Vultée, der von 1990 bis 2008 Schulleiter war, führte schließlich den bilingualen-englischen Zweig an der Schule ein und führte das Gymnasium durch die Fusion mit dem Theodor-Schwann-Gymnasium.

Auf die Entwicklung in den vergangenen 50 Jahren ist vor allem Schulleiterin Emmy Tressel stolz. Sie habe 2009 eine gut gestellte Schule übernehmen dürfen, so Tressel. In Zukunft wolle man das starke Profil des Gymnasiums noch weiter schärfen. „Ich werde dafür arbeiten, das MCG auch für die nächsten 50 Jahre zukunftsfähig und attraktiv zu machen“, sagte sie.

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