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Neuss: Mappenprojekt wir - das ist Christoph Rehlinghaus

Neusser Mappenprojekt „Wir“ : Rehlinghaus zeigt, wie ein „Krisengipfel“ aussieht

Das Kulturamt hat eine Werkedition mit Arbeiten von Neusser Künstlern herausgegeben. Einer von ihnen ist Christoph Rehlinghaus. Welches Bild er beigesteuert hat.

„Krisengipfel“ heißt das Bild, das der Künstler Christoph Rehlinghaus (58) zum Mappenprojekt „Wir“ beigesteuert hat. Lange überlegt, die Anfrage des Kulturamts positiv zu beantworten, hat er nicht, gibt er zu. „Schon im ersten Lockdown habe ich ein Tagebuch geführt“, sagt er, „einiges geschrieben, viel aquarelliert und gezeichnet.“ Dass sich die Zeichnung vom „Krisengipfel“ anbot, auch in Öl wiederholt zu werden, sei schnell klar gewesen, erzählt er und ergänzt: „Ehrlich gesagt: Ich wusste vorher nichts von dem Projekt – erst, als ich gefragt wurde.“

Eine „gute Idee“ des Kulturamtes, damals noch unter Harald Müller, sei es, sagt er weiter und spricht dann davon, die Anfrage und damit verbunden die Zusage des Kulturamtes, das Geld aus dem Projekt den Künstlern zur Verfügung zu stellen, „dankbar aufgenommen“ zu haben. „Denn machen wir uns nichts vor“, sagte er, „nötig haben wir es alle.“

Rehlinghaus wurde in Wevelinghoven geboren, ist in Neuss aufgewachsen und wohnt heute in Meerbusch. Er war ein Jahr an der Kunstakademie Düsseldorf, bevor er schließlich Freie Grafik und  Malerei an der FH Köln studierte. Seit 1990 arbeitet Rehlinghaus als freier Künstler, hat heute sein Atelier an der Hansastraße 95.   

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Rehlinghaus’ Malerei erinnert an die Alten Meister – allerdings sind seine Arbeiten von einem großen Wortwitz geprägt. Auch beim „Krisengipfel“, der viele Bergspitzen mit einem einsamen Menschen zeigt und als Ölbild, also im Original, auch bei Rehlinghaus (Kontakt: 0174 1438647) direkt zu kaufen ist. „Das Wortspiel hat sich geradezu aufgedrängt“, sagt er und lacht.

Berge überhaupt habe es dem mehrfach ausgezeichneten Künstler (der auch schreibt) angetan. Davon zeugt auch sein eigenes kleines Museum, das „AlpiNEum“ an der Oberstraße, das fünf Wochen offiziell geöffnet war und nun vor allem per Anmeldung zu besichtigen ist.  Aber: „Ich bemühe mich beim Alpineum  um geordnete Verhältnisse“, sagt er schmunzelnd, „aber das wird vermutlich erst 2022 klappen.“