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Neuss: Malteser starten Projekt „Mobiler Einkaufswagen“

Angebot in Neuss : Malteser starten Projekt „Mobiler Einkaufswagen“

Die Malteser in Neuss wollen mit einem neuen Angebot ins neue Jahr starten. „Mobiler Einkaufswagen“ steht als Arbeitstitel über dem Projekt, das schon vor der Corona-Pandemie in den Köpfen des Stadtverbands-Vorstandes Gestalt angenommen hatte.

Jetzt wird ein neuer Anlauf genommen, allerdings mit Augenmaß, wie der Stadtbeauftragte Kurt Koenemann betont. Denn der Verband will nicht Gefahr laufen, noch einmal in seiner Arbeit durch das Coronavirus brutal abgebremst zu werden.

Genau das ist nämlich mit dem Angebot der „Wohlfühlmorgen“ passiert. Vier Mal hatten die Malteser unter diesem Titel Wohnungslose eingeladen, sie mit einem 25-köpfigen Helferteam bewirtet, ihnen Raum für Hygiene und Körperpflege gegeben und – wo nötig – mit warmer Kleidung versehen. „Das war gut angelaufen“, sagt Koenemann, dann habe es Corona kaputt gemacht. „In den Neuanfang „müssen wir viel Geduld stecken“, ist er überzeugt.

Froh ist man im Vorstand, dass die Sanitätsausbildung wieder anlaufen konnte. In der Wache Breite Straße wäre das nur in kleinem Rahmen möglich gewesen, doch machte Pfarrer Hans-Günter Korr im Papst-Johannes-Haus etwas Platz, damit zu den Erste-Hilfe-Kursen mehr Teilnehmer kommen konnten. „Dafür sind wir unendlich dankbar“, sagt Koenemann, der nun auf den Start des „Mobilen Einkaufswagens“ blickt. Die Idee: Die Malteser holen einsame Menschen ab und fahren mit ihnen zum Einkaufen. Sich selbst versorgen können, mit anderen Menschen in Kontakt kommen, das soll im Zentrum stehen. „Und vielleicht trinkt man vor der Rückfahrt noch eine Tasse Kaffee zusammen“, sagt Koenemann.