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Neuss: Maler Rüdiger Hempel ist beim Mappenprojekt "Wir" dabei

Neusser Mappenprojekt „Wir“ : Ein „Heimatbild“ von Rüdiger Hempel für Werkedition

Aus Lasurfarben besteht das Bild, das der Maler für das Mappenprojekt des Kulturamts beigesteuert hat. Es zeigt eine erdachte Landschaft bei Gifhorn, kleinteilig und sehr detailreich.

Ein „Jahresbild“ hat der Maler Rüdiger Hempel zum Mappenprojekt „Wir“ des Kulturamts beigesteuert. Entstanden ist es schon vor rund drei Jahren, aber Hempel hat etwa zwei Jahre daran gearbeitet. Was zum einen mit den Lasurfarben – denn die trocknen nur nach-, nicht miteinander– und zum anderen mit der Malerei an sich zu tun hat. Hempel malt kleinteilig und filigran, braucht pro Bild viel Zeit.

 Der Maler Rüdiger Hempel ist einer der 17 Künstler des Mappenprojekts.
Der Maler Rüdiger Hempel ist einer der 17 Künstler des Mappenprojekts. Foto: Brigitte Hempel-Schanzenbach

Der 1939 in Danzig geborene Rüdiger Hempel ist in Gifhorn groß geworden. „Einmal im Jahr“, so erzählt er, reist er in die niedersächsische Kreisstadt, kommt mit Bildern vor allem von dem Fluss Aller zurück, die in die Gemälde, aber auch genauso gut in Zeichnungen oder Radierungen münden können. „Die Aller bei Gifhorn“ heißt denn auch sein Bild im Mappenprojekt, aber es zeigt eine Landschaft, wie sie nicht wirklich existiert. Einen Brückenbau etwa, was nicht nur für ihn ein Symbol für die Beziehung unter den Menschen ist. „Es wird etwas Neues gebaut, das das Alte ersetzt“, sagt er und spricht dann auch von einer „ewigen Baustelle“. Und es sei auch „ein Heimatbild“, sagt er.  

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Kostenpflichtiger Inhalt Kein Wunder also, dass ihm sofort dieses Gemälde eingefallen ist, als das Kulturamt ihn fragte, ob er beim Mappenprojekt dabei ist. Und er findet es richtig und gut, dass das Kulturamt mit den Einnahmen Künstler fördern will, „die es nötiger haben als ich“. Denn nach dem Studium an den Kunstakademie Berlin und Düsseldorf hat er viele Jahre an einem Gymnasium gearbeitet, so dass er, mittlerweile pensioniert, über ein gutes Einkommen verfügt. Zusammen mit seiner Frau, der Fotografin Brigitte Hempel-Schanzenbach, die ebenfalls eine Arbeit für das Mappenprojekt bereitstellt, arbeitet er seit vielen Jahren im eigenen Neusser Atelier.

Bislang hat er kaum zur Corona-Pandemie gearbeitet, gibt er zu, aber sagt auch: „Das kommt bestimmt noch.“ Denn Hempel verarbeitet in seinen „Jahresbildern“ vor allem Dinge, die er erlebt hat. Bis hin zu Eindrücken, die etwa im Urlaub entstehen, in seinem Kopf bleiben und sich erst nach der Rückkehr ins Rheinland in einem Bild niederschlagen (Kontakt: rüdiger-hempel.de).