Neuss: LVR verleiht seinen Ehrenring an Rita Süssmuth

Politikerin lebt in Neuss : Landschaftsverband verleiht Ehrenring an Rita Süssmuth

Sie war Ministerin und gehörte dem Deutschen Bundestag von 1987 bis 2002 an, zehn Jahre lang war sie Bundestagspräsidentin: Am 29. Oktober wird Rita Süssmuth (82) vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) in Köln mit dem Ehrenring ausgezeichnet.

Die Laudatio auf die Christdemokratin hält Ministerpräsident Armin Laschet, die Festansprache Anne Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland. Mehr als 100 Gäste werden erwartet, darunter Stephan Holthoff-Pförtner, NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales, und NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.

Rita Süssmuth, die seit den 1970er Jahren mit ihrem Mann Hans in Neuss zu Hause ist, ist für ihren Kampf gegen Ausgrenzung und ihren Einsatz für Frauenrechte bekannt. Der Leitgedanke „Ausgrenzung vermeiden“ zieht sich wie ein roter Faden durch ihr politisches Leben. Aber eigentlich kommt sie aus der Wissenschaft. Sie übte zwischen 1966 und 1982 verschiedene wissenschaftliche Tätigkeiten an der Pädagogischen Hochschule Ruhr, der Ruhr-Universität Bochum und der Uni Dortmund aus. Zwischen 1982 und 1985 leitete sie das Forschungsinstitut „Frau und Gesellschaft“ in Hannover. 1985 wurde sie zur Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit (ab 1986 auch für Frauen) ernannt. Durch eine Empfehlung des damaligen CDU-Generalsekretärs Heiner Geißler wurde Bundeskanzler Helmut Kohl auf die Professorin aufmerksam.

Für ihr Wirken wurde Rita Süssmuth vielfach geehrt. Mit dem Ehrenring des LVR werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich um den Gedanken der regionalen Selbstverwaltung als Baustein eines künftigen Europas besonders verdient gemacht haben – mit Initiativen, Projekten oder Institutionen, die die Werte des LVR aufleben lassen oder diese weiterentwickeln.

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