Neuss: Lupinenstraße wird zum Verkehrsnadelöhr

Parken auf der Lupinenstraße: Ärger über „Verkehrsnadelöhr“ Lupinenstraße

Heribert Schulz beklagt enge Zufahrt zum Hubertusweg. Stadt sitze Probleme aus.

Heribert Schulz (88) ärgert sich. Der Verkehrsknoten Lupinen- / Weinstockstraße und Hubertusweg sei unübersichtlich und somit gefährlich. Sein Dilemma: Da der Hubertusweg mit seinen mehr als 600 Anwohnern, zu denen Schulz zählt, nur die Zufahrt über die Lupinenstraße besitzt, ist er bei jeder Heimfahrt gezwungen, den Knotenpunkt zu passieren. Dort herrsche oftmals ein Verkehrschaos, weil Halte- und Parkverbote nicht beachtet würden, aber auch durch die Stadt keine Kontrollen erfolgten.

Die in seinen Augen nicht hinnehmbare Situation will Schulz ändern. Er fordert, unterstützt von einigen Dutzend Nachbarn, Halteverbotsschilder, beschilderte Ausweichzonen und Kontrollen durch die städtischen Politessen. Seine Anregungen liefen aber im Rathaus bisher ins Leere. Er wirft der Stadt vor, die Angelegenheit „auszusitzen“.

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Den Vorwurf der Untätigkeit weist Stadtsprecher Peter Fischer vehement zurück. Die Eingaben von Heribert Schulz seien geprüft und ihm sei mehrfach geantwortet worden. Außerdem werde der Bereich Lupinenstraßen „regelmäßig“ von den städtischen Politessen kontrolliert – „wie alle anderen Straßen im Stadtgebiet auch“. Die Lupinenstraße und ihr Abzweig in den Hubertusweg unterlägen, so Fischer, einer Vorrangregelung in der Tempo-30-Zone, die vorausschauendes Fahren erfordere: „Wenn Gegenverkehr naht, nutze ich eine der wenigen Ausweichzonen vor einer Garageneinfahrt.“ Für die schlechte Erziehung derer, die sich nicht an Gebote und Verbote halten, könne die Stadt keine Verantwortung übernehmen. Die zuständigen Ämter würden sich noch einmal ein aktuelles Bild von der Situation im Bereich der Lupinenstraße machen.

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