Umbau mit Herausfoderungen Lukita in Neuss setzt auf nachhaltige Energie

Neuss · 90 Solarzellen schmücken seit Kurzem das Flachdach der Lukita und ermöglicht nun nachhaltiges und umweltbewusstes Energiesparen. Doch der Umbau war nicht nur für die Planer eine Herausforderung.

Die 40 Kilowatt-Peak starke Fotovoltaikanlage versorgt die Lukita in Neuss künftig mit elektrischer Energie.

Die 40 Kilowatt-Peak starke Fotovoltaikanlage versorgt die Lukita in Neuss künftig mit elektrischer Energie.

Foto: Rheinland Klinikum

„Was machen die denn da?“, fragten sich die Kinder der Neusser Lukita Lessingplatz und drückten ihre Nasen ans Fenster, als mehrere Erwachsene per Leiter auf das Dach der Kita stiegen. Dort schmücken befinden sich seit Kurzem nämlich 90 Solarzellen. Die 40 Kilowatt-Peak starke Fotovoltaikanlage versorgt das Gebäude mit elektrischer Energie und das mit richtig viel Power – zum Vergleich: Der Ertrag entspricht etwa dem siebenfachen Strom-Bedarf eines Einfamilienhauses und die CO2 Ersparnis durch die Energiegewinnung durch Solarkraft liegt bei rund 16 Tonnen pro Jahr.

„Im Zuge dieser energetischen Sanierung wurde zudem eine 65 Kilowattstunde starke Luft- und Wasserwärmepumpe zur Beheizung der Kita eingebaut“, erläutert Tobias Giesen, Mitarbeiter der Abteilung Technik am Rheinland Klinikum, der das Projekt mit begleitet hat. „Das spart ganze 77 Prozent Energie im Vergleich zu einer Gasheizung. Die CO2 Ersparnis beläuft sich damit auf rund neun Tonnen.“ Energie einzusparen sei nicht nur für die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens, sondern natürlich auch im Hinblick auf die Schonung der Umwelt-Ressourcen ein großes Thema. Ein energetischer Umbau verlange aber gute Planung – vor allem bei so einer Anlagengröße und einem laufenden Kita-Betrieb. Das weiß auch Kita-Leiterin Nicole Eggert: „Sowas ist schon anstrengend über Wochen, während die Kinderbetreuung weiterläuft. Aber es lohnt sich ja.“

Dass es sich lohnt, da ist sich auch Marco Nikolai – der Teil der Geschäftsführung der Lukita Neusser Kindertageseinrichtungen GmbH ist, die zum Rheinland Klinikum Neuss gehört – ganz sicher. „Man muss natürlich erst mal ordentlich investieren. Bei der Entwicklung der aktuellen Energiepreise, werden sich die Investitionen in die Anlagen aber in weniger als sieben Jahren amortisiert haben und dann zahlt es sich deutlich aus.“ In der Lukita Lessingplatz sind nun alle zufrieden, dass die Anlagen stehen und alles gut gelaufen ist. „Weitere Lukitas werden folgen, was die energetische Sanierung angeht“, schließt Nikolai.

(jus)
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