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Neuss: Lob für Nachhaltigkeit des Teekanne-Hochregallagers

Projekt in Neuss : Lob für Nachhaltigkeit des Teekanne-Hochregallagers

Wirtschaftsförderer Andreas Galland betont die Vorzüge des Hochregallagers. Dabei lenkte er den Blick auf die Nachhaltigkeit des Gebäudes.

Wirtschaftsförderer Andreas Galland hat in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten noch einmal den Bau des Teekanne-Hochregallagers, das an der Bataverstraße errichtet wird, thematisiert. „Es handelt sich um einen anspruchsvollen Bau“, betonte er. Dabei lenkte Galland den Blick auf die Nachhaltigkeit des Gebäudes. Auf dem Flachdach wird eine Photovoltaikanlage errichtet, durch den Einsatz einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe werde das neue Rohwarenlager effizient beheizt. Die Kombination des effizienten Heizens mit der Photovoltaikanlage mache das Gebäude zu einem sogenannten Nullenergiehaus. Das bedeutet: Für den energetischen Unterhalt wird im Jahresmittel nur so viel Energie benötigt, wie das Gebäude auch selbst erzeugen kann.

Auf dem rund 47.200 Quadratmeter großen Grundstück soll ein Hochregallager für etwa 18.700 Palettenstellplätze entstehen. Der erste Spatenstich war im Oktober 2019. Die Arbeiten sollen bis 2023 abgeschlossen sein. Das geplante neue vollautomatisierte Hochregallager auf dem neu erworbenen Grundstück hat eine Fläche von rund 6600 Quadratmetern. Es wird über modernste Technik verfügen, beispielsweise eine aktive Brandvermeidung durch Sauerstoff-Reduzierung. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage installiert sein, die Strom zur Selbstnutzung und zur Einspeisung in das Stromnetz liefern wird.

Weitere 3600 Quadratmeter entfallen auf die Vorkonditionierung, wo die ankommende Ware entladen, gesäubert, geprüft und bei Bedarf nachgetrocknet wird. Bislang lagert Teekanne seine Rohwaren in dafür angemieteten Flächen der Neuss Düsseldorfer Häfen (NDH), diese werden nach Fertigstellung des Neubaus nicht mehr benötigt. Das Traditionsunternehmen Teekanne, Marktführer im Bereich Tee mit weltweit 1400 Mitarbeitern, hat in den vergangenen Jahren bereits mehrfach größere Modernisierungsprojekte abgeschlossen. So wurde beispielsweise 2014 eine hochmoderne neue Produktionshalle mit 9000 Quadratmetern Nutzfläche und 47 Maschinen in Betrieb genommen. Auch diese sollte dazu beitragen, die internen Prozesse effizienter zu machen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Bis zu drei Milliarden Teebeutel können im Jahr hergestellt werden.

Für weitere Innovationen hätte das Familienunternehmen übrigens noch Platz: Auf dem neuen Neusser Areal sind noch Flächen frei.

(NGZ)