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„Neuss liest“ freut sich auf Judith Hermann

Literatur-Reihe startet : „Neuss liest“ freut sich auf Judith Hermann

Die Autorin aus Berlin wird bei der Eröffnungsveranstaltung am 14. Oktober aus ihrem neu erschienenen Roman „Daheim“ lesen. Weitere Höhepunkte runden die Literatur-Reihe ab.

Während andere Städte vergleichbare Festivals eingestellt haben, ist „Neuss liest“ rekordverdächtig. Zum zwölften Mal in Folge ist das Neusser Lesefestival das mit der längsten Geschichte in Deutschland. In diesem Jahr findet es vom 14. bis 28. Oktober statt. Claudia Büchel, seit 2018 Leiterin der Stadtbibliothek Neuss, und Helga Schwarze, für Öffentlichkeitsarbeit und Erwachsenenliteratur zuständig, haben das Festival koordiniert und die Berliner Schriftstellerin Judith Hermann (51) eingeladen.

Die Autorin wird auch bei der Eröffnungsveranstaltung am 14. Oktober (19 Uhr) aus ihrem neu erschienenen Roman „Daheim“ lesen, für den sie soeben mit dem Rheingau-Literatur-Preis ausgezeichnet wurde. Eröffnen wird „Neuss liest“ Bürgermeister Reiner Breuer, der auch die Schirmherrschaft übernommen hat. Mit dem Frankfurter Verlagslektor Christoph Schröder wird ein mit der Autorin sehr bekannter Moderator anwesend sein, Coma Neill ist mit ihrem Bandoneon musikalische Begleiterin. Für diese Eröffnungsveranstaltung ist unbedingt eine Anmeldung unter www.stadtbibliothek-neuss.de erforderlich, während die Kaffeepausenlesungen und weitere Lesungen auch spontan besucht werden können. „Aber eine Anmeldung ist für uns wegen der Planung auch hier hilfreich“, sagt Claudia Büchel.

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Alle Kaffeepausenlesungen finden jeweils um 16.00 Uhr in der Stadtbibliothek statt, bis auf eine Ausnahme: Am Donnerstag, 21. Oktober, wird aus „Aller Liebe Anfang“ im Rheinischen Landestheater gelesen. Dieser erste Roman (2014) von Judith Hermann wird vollkommen die Kaffeepausenlesungen ausfüllen, und soll in anschließenden Gesprächen interpretiert werden. Die große Liebe der Autorin gehört aber Kurzgeschichten. Gleich ihr erster Erzählband „Sommerhaus, später“ (1998) erhielt ausschließlich Lob. Der Literaturkritiker Hellmuth Karasek schwärmte vom „Sound einer neuen Generation“. In 17 Sprachen übersetzt wurde der Band zu einem der größten deutschen Bucherfolge der letzten 25 Jahre. Aus ihm wird am Mittwoch, 20. Oktober, um 19 Uhr im Kulturkeller erzählt.

Den zweiten Erzählband „Nichts als Gespenster“ (2003) – alleine vier Filme wurden nach den Kurzgeschichten gedreht – kann der interessierte Leser am Dienstag, 26. Oktober, um 16 Uhr in der VHS kennenlernen. Drei Kurzgeschichten aus „Lettipark“, einem Erzählband von 2016, können in einer szenischen Lesung mit verteilten Rollen die Zuhörer am Donnerstag, 28. Oktober um 19.30 Uhr im Pfarrsaal St. Andreas in Norf folgen. „Dieses Festival lebt davon, dass ehrenamtliche Partner wie die VHS, das Rheinische Schützenmuseum, das Netzwerk Neuss-Mitte oder die öffentliche Bücherei der katholischen Pfarre St. Andreas es mitgestalten“, sagt die Bibliotheksleiterin und fügt hinzu: „Für mich ist das ein ganz wesentliches Ereignis, weil es von der Neusser Stadtgesellschaft für Neusser veranstaltet wird.“

Das soll auch so bleiben, „jedes Jahr im Herbst, wenn die Tage wieder länger werden“. Dabei will Claudia Büchel von Jahr zu Jahr wechselnd einen Autor oder eine Autorin einladen, 2020 war es Norbert Scheuer mit seinem faszinierenden Roman „Winterbienen“. Das vollständige Programm gibt es unter www.stadtbibliothek-neuss.de.