Neuss: Leere Innenstadt, volles Rheinpark-Center

Rosenmontag in Neuss: Leere Innenstadt, volle Shopping-Center

17.000 Besucher shoppten am Rosenmontag im Rheinpark-Center. Auch bei Möbel Höffner war einiges los.

Wer am Rosenmontag seine Ruhe haben und dem jecken Karnevals-Trubel entkommen wollte, der war in der Neusser Innenstadt ganz gut aufgehoben. Schließlich verirrten sich nur verhältnismäßig wenige Menschen dorthin - trotz geöffneter Geschäfte.

"Karneval ist Brauchtum. Und das wird im Rheinland nunmal gefeiert", lieferte Christoph Napp-Saarbourg, Vorsitzender der Zukunftsinitiative Innenstadt (ZIN), die Erklärung für den traditionell besucherarmen Rosenmontag in Neuss. Eine einheitlich Linie gab es bei den Öffnungszeiten der Geschäfte nicht. So hätten nach Angaben von Napp-Saarbourg einige Läden von 8.30 bis 13 Uhr und andere von 13 bis 18 Uhr geöffnet gehabt. "In den Morgenstunden war noch Betrieb - auch bei uns in der Apotheke", so der ZIN-Vorsitzende. Die Unternehmen der "Neuss Points Gruppe" lockten später mit Spezial-Aktionen zum "Rosenmontags-Shopping".

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In Sachen Besucherfrequenz war im Rheinpark-Center das Gegenteil zu beobachten. Wie Center-Manager Anastasios Meliopoulos auf Nachfrage mitteilte, nutzten zwischen 15.000 und 17.000 Besucher die Möglichkeit, um durch die Mall zu flanieren. "Es ist extrem voll heute", fasste Meliopoulos zusammen. Schon in den Morgenstunden seien die Mitarbeiter mit Anrufen "überströmt" worden, ob denn geöffnet sei. "Zum einen hat die Düsseldorfer Innenstadt geschlossen. Zum anderen machen wir heute einige Aktionen", sagte der Center-Manager. So hätten die Besucher unter anderem die Möglichkeit, ein Auto der Marke Mini zu gewinnen.

Solche Spezial-Aktionen gab es an Rosenmontag im Möbelhaus Höffner Willy-Brandt-Ring zwar nicht, die waren aber auch nicht notwendig, um Besucher anzulocken. "Der Parkplatz ist gut gefüllt. Es ist mehr los als an einem ,normalen' Montag", sagte Geschäftsführer Jens Olding, der eine einfache Erklärung parat hatte: "Viele Leute haben frei - und da wird die Zeit gerne zum Einkaufen genutzt. Viele nutzen es aber auch als ,Fluchtmöglichkeit' aus den Städten, in denen Karneval gefeiert wird." Aufgrund der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren waren gestern fast alle Neusser Höffner-Mitarbeiter an Bord.

(jasi)