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Neuss: Kurt Koenemann seit 1000 Tagen Schützenkönig

Schützenfest in Neuss : 1000 Tage Schützenkönig Kurt I.

Kurt Koenemann ist dienstältester Schützenkönig in der Neusser Geschichte. Für das Schützenfest im August wünscht er sich im Festprogramm eine Geste für die Ukrainer.

Kurt Koenemann schreibt an diesem Wochenende ein wenig Schützengeschichte, denn am Sonntag sind genau 1000 Tage vergangen, seit er am Schützenfestdienstag im Jahr 2019 die Neusser Königswürde errang. „Vierstellig“ heißt in dem Fall auch, dass der pensionierte Polizist der dienstälteste Schützenkönig der Nachkriegsgeschichte ist. „So wollte ich nicht Geschichte schreiben“, gibt Koenemann offen zu, zumal er einige „Folgen“ der Pandemie nun hautnah erlebt.

 Kurt Koenemann schreibt am Sonntag Schützengeschichte.
Kurt Koenemann schreibt am Sonntag Schützengeschichte. Foto: Maren Könemann

Denn obwohl sich früh abzeichnete, dass Ende August Schützenfest gefeiert werden wird, verlief der Start ins Schützenjahr anders als sonst. Ursprünglich für den Frühling angesetzte Termine verschoben sich in den Frühsommer, sodass der Terminkalender der Schützenmajestät nun überquillt. Das Problem sei, so Koenemann, „dass ich dadurch meinen eigenen Anforderungen nicht gerecht werden und leider nicht mehr zu allen Veranstaltungen gehen kann, obwohl ich möglichst viele Einladungen annehmen wollte.“

Seinen Königsorden, der ohne jede Anspielung auf die Pandemie gestaltet wird, wird derzeit produziert. Wie die Verleihung erfolgen soll, weiß Koenemann noch nicht. Er will lange Schlangen am Königsehrenabend irgendwie vermeiden und überlegt, auch die Ehrenabende der Korps oder Fackelbaurichtfeste für die Ordensvergabe zu nutzen. Darüber sei aber noch mit dem Komitee zu reden, sagt er.

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Dass die Neusserer trotz des Ukraine-Krieges ihr Schützenfest feiern wollen, verteidigt Koenemann als richtig. Die Lage sei natürlich schwierig, gibt er zu, andererseits sei „das Schützenfest durch die Blümchen in den Holzgewehren auch eine Persiflage auf Kriege“. Es sei aber dringend erforderlich, dass die Züge, die zum Teil in den vergangenen zwei Jahren kein Programm hatten, endlich wieder zusammenkommen, denn, so Koenemann: „Ich glaube, dass der Zusammenhalt doch etwas auseinandergebrochen ist.“ Koenemann will sich aber dafür stark machen, dass eine Geste für die Menschen in der Ukraine im offizielle Schützenfestprogramm berücksichtigt wird.