Mitglied der Neusser CDU involviert Krisen-Gespräch nach Moschee-Video

Neuss · Die Vernichtungs-Rede eines türkischen Abgeordneten in Neuss löst eine Reihe lokalpolitischer Attacken aus. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein CDU-Mitglied. Nun steht ein Gespräch an.

Seinen Neuss-Besuch dokumentierte Mustafa Açıkgöz auch bei Facebook, Twitter und Co. – mittlerweile wurden die Posts gelöscht.

Seinen Neuss-Besuch dokumentierte Mustafa Açıkgöz auch bei Facebook, Twitter und Co. – mittlerweile wurden die Posts gelöscht.

Foto: Screenshot Facebook

Eine nette Plauderei bei Kaffee und Keksen dürfte nicht zu erwarten sein. Vielmehr möchte die Neusser CDU-Spitze auf Partei- und Fraktionsebene offenbar ein ernstes Wörtchen reden – und zwar mit einem Mann aus den eigenen Reihen. Hintergrund ist ein Vorfall in Neuss, der bereits bundespolitisches Ausmaß angenommen hat: Auf einem am 13. Januar bei Twitter veröffentlichten Clip ist zu sehen, wie der türkische Politiker Mustafa Açıkgöz in der Yunus-Emre-Moschee in Neuss eine Rede hält. Der Abgeordnete der Regierungspartei AKP fordert darin etwa die „Vernichtung“ von Anhängern der kurdischen Arbeiterpartei PKK und der sogenannten Gülen-Organisation. „Mit Allahs Erlaubnis werden wir sie überall auf der Welt aus den Löchern, in die sie sich verkrochen haben, herausziehen und vernichten“, heißt es darin unter anderem.