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Neuss: Kostensteigerung in Millionenhöhe bei Feuerwehr-Gerätehäusern

Finanzausschuss tagt in Neuss : Kostensteigerung bei Feuerwehr-Gerätehäusern

Sanierung und Umbau der Feuerwache Norf wird teuer. Sehr viel teurer zumindest als zunächst angenommen. Denn statt der geschätzten Kosten in Höhe von 920.000 Euro, die im Wirtschaftsplan des Gebäudemanagements Neuss (GMN) für das laufende Jahr verankert sind, gibt man beim GMN den Finanzbedarf jetzt mit fast 2,1 Millionen Euro an.

Um das bezahlen können, wird sich der Löschzug Holzheim bescheiden müssen. Die 700.000 Euro, die im nächsten Jahr in Holzheim investiert werden sollten, um den Standort des Gerätehauses zu erhalten, werden jetzt nach Norf umgeleitet. Holzheim kommt also erst 2021 zum Zuge, erfuhren jetzt die Mitglieder des Finanzausschusses. Allerdings sollen noch in diesem Jahr Vorbereitungen getroffen werden, um die Alarmausfahrt mit direkter Einfahrt in den Kreisverkehr verbreitern zu können.

Basis für diese Investitionen ist der Brandschutzbedarfsplan, der zuletzt 2015 aktualisiert wurde. Der sieht auch den Neubau einer Wache in Hoisten vor. Für dieses Projekt, das inzwischen mit 15 Millionen Euro veranschlagt wird, gibt es nach Angaben des Finanzausschuss-Vorsitzenden Jörg Geerlings (CDU) auch noch einen neuen Zeitplan. im nächsten und übernächsten Jahr werden im Wirtschaftsplanentwurf, den das GMN jetzt zur Etatberatung vorgelegt hat, jeweils rund eine halbe Million Euro Planungskosten abfließen. Eine Schlussrate in Höhe von fast drei Millionen Euro steht jetzt unter dem lapidaren Titel „spätere Jahre“ im Plan. Das heißt: Erst nach 2024 wird dieses Geld auch verwendet.

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Mit dem Wirtschaftsplan legte die GMN-Geschäftsführung der Politik jetzt auch die Abschlussbilanz für das Jahr 2018 vor. Darin ist ein kleinen Überschuss in Höhe von 26.137 Euro und 16 Cent vermerkt. Damit hat der für Bau, Instandhaltung und Bewirtschaftung alle städtischen Hochbauten zuständige Regiebetrieb jetzt 738.000 Euro aus Gewinnen auf der hohen Kante. Erwartet wird, dass am Ende des laufenden Jahres 14.810 Euro auf der Habenseite stehen und 2020 gar 23.800 Euro Plus erwirtschaftet werden.

(-nau)