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Neuss: Kooperation beantragt zwei öffentliche Trinkbrunnen für die Stadt

Antrag der Ratskooperation in Neuss : Zwei Brunnen für Gratis-Trinkwasser

Mit einem Antrag zur Einrichtung öffentlicher Trinkbrunnen reagieren SPD, Grüne und UWG/Aktiv auch auf eine Vorgabe der Bundesregierung. Die SPD in Neuss spricht sogar von Daseinsvorsorge.

Ein einfacher Zugang zu einem kühlen Schluck Trinkwasser – und das jederzeit: Für Arno Jansen gehört das immer mehr zur Daseinsvorsorge einer Stadt. Der SPD-Fraktionsvorsitzende wärmt deshalb in diesen ohnehin heißen Tagen eine Idee auf, die schon einmal diskutiert aber verworfen worden war. Gemeinsam mit Grünen und UWG/Aktiv fordert seine Fraktion Einrichtung und Betrieb von zunächst zwei weiteren Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet.

„Wir machen das“, stellt Jürgen Scheer als Sprecher der Stadtwerke fest, „wenn die Stadt das fordert – und bezahlt.“ Die Kosten dafür lägen aber sicher im fünfstelligen Bereich. Davon geht auch die Kooperation aus. Nach ihrer Kalkulation schlagen Investitions- und Anschlusskosten mit rund 34.000 Euro pro Brunnen zu Buche, für Betrieb und Wartung kämen jährlich zwischen 5000 und 10.000 Euro hinzu.

Genau deshalb war die Idee vor Jahren zurückgestellt worden. Man brauche keine Brunnen in der Innenstadt, wurde argumentiert, weil zum Beispiel viele Einzelhändler anbieten, Trinkflaschen von Neuss-Besuchern kostenlos mit Leitungswasser zu füllen. Der neue Antrag, der den Rat am Freitag, 23. September, beschäftigen soll, hat deswegen eine etwas andere Zielrichtung. Zu den vorhandenen Trinkwasserstellen im Stadtwald und auf dem Münsterplatz wünscht  sich die Kooperation zwar einen Brunnen auf dem Markt, den anderen aber an einer Freizeiteinrichtung mit viel Publikumsverkehr. Das könnte der Kinderbauernhof sein, oder – wenn dessen Förderverein diese Idee aufgreift und selbst umsetzt – der Sporthafen.

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In Nachbarstädten wie Düsseldorf gibt es bereits ein Netz solcher Brunnen, in anderen – wie etwa Grevenbroich – wird dies derzeit diskutiert. „Trinkwasserbrunnen sind ein sinnvoller Beitrag zur Klimaanpassung der Stadt“, argumentiert Annette Kehl (Grüne) für den Antrag. Zudem werde nicht nur eine alte Debatte zum Abschluss gebracht, fügt Carsten Thiel (UWG) hinzu, sondern auch einer Vorgabe des Bundes entsprochen, Trinkwasser aus dem Netz an möglichst vielen öffentlichen Orten verfügbar zu machen.

(-nau)