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Neuss: Koalition plant die autoreduzierte Innenstadt - ein Kommentar

Projekt „autoreduzierte City“ in Neuss : Der Kurs der Koalition stimmt

Die neue Ratsmehrheit von SPD, Grünen und UWG/Aktiv für Neuss macht ernst mit ihren Anstrengungen, die Innenstadt vom Autoverkehr zu entlasten. Ansetzen will sie an Glockhammer und Sebastianusstraße. Ein Kommentar.

Das über Jahrzehnte verfolgte Konzept der autofreundlichen Stadt hat Neuss an den Rand des Verkehrskollaps gebracht. Deshalb muss umgesteuert werden. Autos raus, wo das vertretbar ist – das steigert die Aufenthalts- und damit die Lebensqualität.

Das sehen offensichtlich auch viele Bürger so, die vielleicht die SPD nicht gewählt haben, obwohl die Partei die „Autoarme City“ in ihrem Wahlprogramm verankert hat, sondern eben deshalb. „Wir möchten jetzt mutig sein und dieses Ziel umsetzen“, heißt es in einer Mitteilung der neuen Ratsmehrheit zur Begründung ihres Antrags von einer weitgehend autofreien Achse Sebastianusstraße/Glockhammer.

Wer weiß, ob Mut überhaupt nötig ist, wenn zweierlei gelingt: Die Vorzüge und Chancen dieses Weges darstellen, ohne sich über die berechtigten Bedenken der Betroffenen einfach hinwegzusetzen.  Kompromissbereitschaft wird vonnöten sein – doch der Kurs stimmt.