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Neuss: Klaus Karl Kaster feiert 80. Geburtstag

Neusser feiert 80. Geburtstag : Klaus Karl Kaster freut sich auf eine Spa-Reise mit der ganzen Familie

Der Neusser Klaus Karl Kaster feiert am Samstag seinen 80. Geburtstag. Wegen der Pandemie muss die große Feier, die er geplant hatte, ausfallen.

Als Klaus Karl Kaster vor zehn Jahren seinen 70. Geburtstag feierte, waren weit über 100 Gäste seiner Einladung ins Atelier auf der Galopprennbahn gefolgt. Kein Wunder, schließlich waren bei dem gebürtigen Neusser bis dahin nicht nur durch sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement in seiner Heimatstadt Verbindungen zu vielen Menschen entstanden, auch bei seinen langjährigen beruflichen Stationen in Lippstadt als Erster Beigeordneter, Stadtkämmerer und schließlich Stadtdirektor sowie beim Energieunternehmen Wintershall AG in Kassel hatten sich viele Freundschaften und Kontakte ergeben.

Keine Überraschung also, dass Kaster seinen 80. Geburtstag am Samstag gerne wieder in großer Runde gefeiert hätte, doch das verhindert die Corona-Pandemie. „Ich habe schon immer Sommer geahnt, dass aus eine großen Feier nichts wird. Aber jeder, der vorbeikommt und sich mit mir freut, ist herzlich willkommen. Ich kann ja niemanden an der Tür abweisen“, sagt Kaster. Wobei er nicht versprechen kann, dass er überhaupt zu Hause ist. Schließlich hat er etwas von einer geplanten Überraschung mitbekommen. „Aber ich freue mich auch über Gratulationen auf dem Anrufbeantworter oder per E-Mail.“

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Dass es aber an seinem Ehrentag nicht wieder die ganz große Sause gibt, kann Kaster auch deshalb gut verkraften, weil die Familie für die Herbstferien 2022 etwas Besonderes geplant hat. Dann geht es mit seiner Frau, seinen sechs Kindern, deren Partnern und sieben Enkeln ins belgische Spa, wo alle gemeinsam in einem großen Haus ein tolle Zeit verbringen wollen.

Bis dahin ist es zwar noch eine ganze Weile hin, doch langweilig wird ihm ganz sicher nicht. Denn es liegt Klaus Karl Kaster sozusagen in der Natur, sich ehrenamtlich für andere zu engagieren. Nachdem er sich 2002 beruflich zur Ruhe gesetzt hatte und nach Neuss zurückgekehrt war, ging es beispielsweise für die CDU in die Kommunalpolitik. Er war von 2004 bis 2014 Stadtverordneter und unter anderem Vorsitzender des Finanzausschusses, von 2014 bis 2020 Mitglied des Sozialausschusses des Rhein-Kreises Neuss und stellvertretender Vorsitzender der Neusser Christdemokraten. Zudem war er Mitglied des Caritas-Rates Neuss und von 2003 bis 2015 Vorsitzender des Sozialdienstes Katholischer Männer Neuss.

Doch genug zu tun hat er auch weiterhin. Neben seinem Engagement beim Grenadierzug „De Teunisse“ ist er stellvertretender Vorsitzender des Augustinus-Hospizvereins, arbeitet als ehrenamtlicher Richter und Betreuer am Sozialgericht in Düsseldorf, ist Vorstandsmitglied der Stiftung Marienberg und Kinderheim St. Anna, musiziert regelmäßig im Düsseldorfer Banjo Club und ist auch stellvertretender Vorsitzender der Freunde und Förderer des historischen Nordkanals in Neuss.

Aus seiner Mitgliedschaft bei den Neusser Heimatfreunde (seit den 1970er Jahren) heraus ist Kaster der historische Nordkanal ein besonderes Anliegen geworden. So hat er sich große Verdienste bei der Restaurierung des historischen Wasserbauwerks „Epanchoir“ erworben, die 2019 nach zehn Jahren und einer Investition von 1,2 Millionen Euro abgeschlossen wurde. Auch wenn er darüber nachdenkt, mittelfristig so manches Amt in jüngere Hände zu übergeben, so will er Führungen und Vorträge zum Thema Nordkanal so lange wie möglich beibehalten. „Das macht richtig Laune“, betont Kaster.

Und wie es aussieht, wird das noch ziemlich lange möglich sein. Denn gesundheitlich geht es dem jetzt 80-Jährigen noch richtig gut. Eine Sportskanone war er zwar nie, doch er war 35 Jahre Hobbyläufer und in seiner Zeit in Lippstadt absolvierte er sechsmal das Sportabzeichen in Gold. Heute wandert er noch regelmäßig und absolviert so viele Wege wie möglich mit dem Fahrrad. „Ich bin fit und genieße das“, sagt Kaster, der aber bescheiden und im christliche Glauben verwurzelt ist: „Das liegt nicht alleine in unserer Hand.“