Neuss: Klassenfahrt des Marie-Curie-Gymnasiums abgesagt – Polizei zieht Reisebus aus dem Verkehr

Gymnasium in Neuss : Klassenfahrt abgesagt – Polizei zieht Reisebus aus dem Verkehr

Eigentlich wollten sich rund 40 Neusser Schüler am Donnerstagabend auf den Weg nach Berlin machen. Doch der Lehrerschaft kamen schnell Zweifel an der Fahrtauglichkeit des Busses auf. Die Polizei zog das Fahrzeug aus dem Verkehr.

Nicht auszudenken, was hätte passieren können: Doch aufmerksamen Lehrern und Polizisten ist es zu verdanken, dass es gar nicht erst zu einer gefährlichen Situation kommen konnte. Was war passiert? Eigentlich wollten sich rund 40 Schüler der Stufe Q2 des Neusser Marie-Curie-Gymnasiums am Donnerstagabend mit ihren Lehrern auf den Weg nach Berlin machen. Unter anderem stand dort eine Führung durch den Bundestag auf dem Programm. Doch zu der Fahrt sollte es gar nicht erst kommen.

Ein Lehrer fotografierte diesen verölten Reifen. Foto: Schule/Marie-Curie-Gymnasium

Nach Angaben von Schulleiterin Emmy Tressel sei die Fahrt in die Hauptstadt beim Reiseunternehmen Flixbus gebucht worden. Überrascht waren deshalb alle Beteiligten, als plötzlich das weiße Fahrzeug eines polnischen Subunternehmens vor der Schule stand, das offenbar von Flixbus beauftragt worden war, die Fahrt in die Hauptstadt zu machen.

Bei der Lehrerschaft kamen schnell Zweifel ob der Fahrtauglichkeit des Busses auf, darum verständigten sie kurzerhand die Polizei. Das Ergebnis der Kontrolle: Das Fahrzeug musste aus dem Verkehr gezogen werden – und zwar wegen „technischer Mängel und veralteter Sicherheitssiegel“, wie Annika Jaschke von der Pressestelle der Polizei in Neuss auf Nachfrage unsere Redaktion mitteilte. Es sei ein Ordnungwidrigkeitsverfahren eingeleitet worden.

In der Hoffnung, dass schnell ein Ersatzbus organisiert werden kann, warteten Schüler und Lehrer noch bis 3 Uhr nachts in der Aula des Gymnasium – ohne Erfolg. Frustriert traten sie die Heimreise an. Schulleiterin Emmy Tressel ist auf der einen Seite zwar traurig, dass den angehenden Abiturienten das Erlebnis genommen wurde, auf der anderen Seite ist sie jedoch glücklich, dass die Mängel rechtzeitig bemerkt wurden und nichts Schlimmes passiert ist: „Die Kollegen haben toll reagiert.“

Wie Flixbus auf Nachfrage mitteilte, werde man den Fall untersuchen. Eine detaillierte Stellungnahme dazu soll Anfang kommender Woche erfolgen.

(jasi)