Neuss. Kinder der Leoschule sammeln Glücksmomente

Neusser Schule erfolgreich bei „Glücks-Wettbewerb“ : Die Leoschule sammelt Glücksmomente

Die Grundschule hat bei einem „Glücks-Wettbewerb“ den dritten Preis gewonnen und ein Glücksbuch für Kinder mitgestaltet.

Angefangen hat es mit dem Glücksglas. „Wann immer jemand in der Klasse durch jemand anderen glücklich gemacht wurde, kam ein goldener Korken in unser Glücksglas“, erklärt Alexander Touloumtzidis. Mit den Erstklässlern der Leoschule hat sich der Grundschullehrer gemeinsam mit Kollegin Elisabeth Jenzelewski auf die Suche nach Glück im Schulalltag begeben. Die Klassen haben alten Menschen fröhliche Lieder vorgesungen, Interviews zum Glücklichsein geführt, das Bilderbuch „Glück gesucht“ gelesen und Glücksbilder gemalt. „Auf die Frage, was glücklich macht, haben die Kinder zunächst materielle Dinge genannt – die Playstation, ein Auto oder ein Haus“, berichtet Touloumtzidis.

Nach längerem Nachdenken kamen sie aber zu der Erkenntnis, dass eher die Familie und Freunde, Gesundheit oder ein Lächeln glücklich machen. Die Ideen der Leo-Schüler zum Thema Glück waren so gut, dass sie dafür ausgezeichnet wurden – als dritter Preisträger des Schulwettbewerbs zu „Glück – was ist das?“, den die AOK Rheinland/Hamburg und die Ärztekammer Nordrhein im Rahmen des Programms „Gesund macht Schule“ veranstaltet haben. Aus den Beiträgen der Leoschule und denen der anderen 39 teilnehmenden Grundschulen ist ein „Glücksbuch für Kinder“ entstanden, mit Glückstipps, Geschichten und Anregungen für ein gutes Miteinander im Schulalltag.

Angeregt wurde die Glückssuche von der Neusser Allgemeinmedizinerin und Internistin Raphaela Schöfmann, die Vorsitzende der Schulpflegschaft an der Leoschule ist. „Ich fand es spannend zu beobachten, wie die Kinder bei der Auseinandersetzung mit ihren eigenen Glücksmomenten schnell verstanden haben, dass es die alltäglichen Dinge – wie gemeinsames Singen – sein können, die uns ein Glücksgefühl bescheren“, sagt Schöfmann, die das Projekt als Patenärztin der Ärztekammer Nordrhein begleitet hat. Sie ist überzeugt, dass Glück und Zufriedenheit zur körperlichen Gesundheit beitragen können. „Unsere Erfahrung: Glückliche Schüler können auch besser lernen“, so Alexander Touloumtzidis. Das Pausenspiel, das die Erstklässler für die erfolgreiche Glückssuche erhalten habe, dürfen alle Schüler nutzen. Denn nach Albert Schweitzer ist Glück das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.

Mehr von RP ONLINE