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Neuss: Karin Geiger fotografiert das Zeughaus für Mappenprojekt "Wir"

Neusser Mappenprojekt „Wir“ : Karin Geiger fotografiert das Zeughaus als Raumerlebnis

Karin Geiger hat das Zeughaus in Zeiten von Corona für das Mappenprojekt des Kulturamts fotografiert. Ausschlaggebend war dabei ein „Raumerlebnis“ vor einem Jahr.

Karin Geiger trägt ihr Herz auf der Zunge. Sie habe sich „total gefreut“, sagt sie, als das Kulturamt sie wegen einer Fotoarbeit zum Mappenprojekt „Wir“ angefragt habe. „Ich finde die Idee sehr schön“, sagt sie, die dem Kulturamt überhaupt für die viele Unterstützung der Künstlerschaft dankt. „Dass man den Mut bekam, weiterzumachen“ erklärt sie und ergänzt: „Ich lasse mich nur zu gern darauf ein.“  Ein Konzerterlebnis im Zeughaus fiel ihr spontan ein: „Vor einem Jahr war das, das einzige Konzert, was überhaupt damals im Oktober noch stattfinden konnte.“

 Die Fotografin Karin Geiger.
Die Fotografin Karin Geiger. Foto: Karin Geiger

Wie immer hatte sie auch dort eine kleine Kamera dabei, machte Fotos, unter anderem auch vom Raum, der ausschließlich mit Einzelstühlen wegen der Corona-Pandemie besetzt war. „Es war ein wenig merkwürdig, diesen Raum zu sehen, der sonst mit Stühlen in Reihen besetzt war“, sagt sie und ergänzt: „Es war das erste Mal, dass dieser Raum, der einst eine Kirche war, mir dieses Erlebnis bescherte.“ Und so war für die 1966 in Dortmund geborene Geiger, die seit vielen Jahren ein Atelier im Hafengebiet hat, schnell klar, dass sie an dieses Raumerlebnis dachte, als sie vom Kulturamt gefragt wurde.

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Mit einer großen Kamera kehrte sie zurück. Ins leere Zeughaus, zeigt sich heute noch dankbar dafür, dass der Hausmeister bereitstand, sie dort lange Zeit verbringen, „offensichtlich den Aufbau“ fotografieren konnte. Dass eine Mitarbeiterin einen Magnolienstrauß auf die Bühne bringt, ist für die Fotografin, die als Meisterschülerin bei Magdalena Jetelova an der Kunstakademie Düsseldorf Bildhauerei studiert hatte, wie das Tüpfelchen auf dem i. Als „Zeichen der Hoffnung“ hat sie das gewertet, als Hinweis auf einen Frühling.

Die „soziale Nutzung von Räumen“ interessiert die Künstlerin, die längst nur noch fotografisch arbeitet. Was es mal war, was es sein könnte“ – das ist es, was sie mit ihren Fotoarbeiten zeigen will.

Info Kontakt: artmap.com/karingeiger