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Neuss: "Junge Bü.Ne" will für Obachlose Weihnachtstüten packen

Ehrenamtliches Engagement in Neuss : Eine kleine Weihnachtsfreude für Obdachlose

Die Jugendabteilung der Neusser Bürgerstiftung hat ein neues Projekt in Angriff genommen. Die Mitglieder wollen im Dezember Weihnachtstüten für Obdachlose packen. Sie sollen neben Nützlichem wie Wollsocken, Mützen, Handschuhen und Mund-Nasen-Bedeckungen auch etwas Süßen enthalten.

Neuss positiver gestalten, etwas bewegen und zeigen, dass durchaus auch junge Leute sich ehrenamtlich engagieren wollen und können – damit ist die „Junge Bü.Ne“ (Bürgerstiftung Neuss) zu Beginn des Jahres angetreten. Ein Jahr, dessen Verlauf zu diesem Zeitpunkt noch niemand erahnen konnte, und der neue Projekte auch vor bis dahin unbekannte Probleme stellte.

Diese Erfahrung machte auch die „Junge Bü.Ne“, die Jugendabteilung der Neusser Bürgerstiftung. Doch schnell stellten sich die sieben Gründungsmitglieder um, engagierten sich beim Further Gabenzaun und stellten gemeinsam mit dem Verein Puzzle-Frauen Masken her. Nun haben sie ein neues Projekt in Angriff genommen. „Wir werden im Dezember Weihnachtstüten für Obdachlose packen“, sagt Jan Di Benedetto, Vorsitzender der „Jungen Bü.Ne“. Und die sollen neben Nützlichem, wie zum Beispiel Wollsocken, Mützen, Handschuhen, aber auch Mund-Nasen-Bedeckungen, natürlich auch Leckeres enthalten, also Schokolade, Weihnachtsplätzchen und andere Naschereien. 150 Tüten wollen fünf der bis jetzt neun Mitglieder der Bü.Ne-Jugendabteilung packen und verteilen. Das können sie notfalls mit ihrem eigenen Budget schaffen, freuen sich aber auch über Spenden. „Wir haben bereits im Marie-Curie-Gymnasium einen Spendenaufruf platziert, wollen das aber noch an anderen Stellen machen“, so Di Benedetto. Außerdem haben er und seine „Mitstreiter“ Justus Kahlki, Celine Bähr, Tanja Ragunathan und Marc Konjuhi sich Neusser Geschäftsleute und Unternehmen aufgeteilt, um auch dort nach Spenden für die Tüten zu fragen.

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Kontakt aufgenommen haben die jungen Leute mit dem Haus Lebensbrücke, der Suppenküche der St.-Augustinus-Gruppe sowie der Hin- und Herberge am Derendorfer Weg, die aktuell wegen der Corona-Pandemie durchgehend und nicht wie sonst nur zur Übernachtung geöffnet hat. So wollten sie wissen, wie viele Menschen sich dort in der Regel aufhalten. „Wir wollen ja auf keinen Fall mit zu wenigen Tüten dort ankommen“, sagt Di Benedetto. Alle hätten die Idee klasse gefunden, eine schöne Überraschung für die Menschen, die keine eigene Wohnung und meist auch keine Angehörigen mehr haben. Wann genau sie die Tüten verteilen wollen, weiß Di Benedetto noch nicht. Nun geht es ja erst einmal ans Sammeln und Kaufen für den Inhalt. „Wir freuen uns wirklich darauf, den Menschen eine kleine Freude zu bereiten, vor allem auch mit Sachen, die sie nicht täglich haben“, äußert sich der „Junge Bü.Ne-Vorsitzende. Darüber hinaus hofft er, dass die Aktion auch weitere junge Menschen anspricht, die sich vielleicht ehrenamtlich engagieren wollen, und die auch Ideen haben, was man in Neuss bewirken kann, um das Leben dort für alle noch lebenswerter zu machen.