Neuss: Jröne Meerke soll attraktiver werden

Naherholungsgebiet in Neuss : Jröne Meerke soll attraktiver werden

Eine Boule-Bahn, ein Bewegungsparcours für Senioren und ein Outdoor-Fitness-Angebot für Jugendliche sollen das Naherholungsgebiet attraktiver machen. Das schlägt die SPD vor. Die Stadt hat eine neue Ultraschallanlage angeschafft.

Gänseplage, die Sperrung des Wasserspielplatzes, Algenbefall – das Jröne Meerke ist ein Sorgenkind unter den städtischen Naherholungsgebieten. Jetzt soll aber alles besser werden. Das Amt für Stadtgrün, Umwelt und Klima hat die Ultraschallanlage im Jröne Meerke ausgetauscht, zudem wurde sie mit einer Online-Fernüberwachung ausgestattet. Die Überprüfung der Wasserqualität soll damit verbessert, mögliche Ausfälle und Störungen sollen in Zukunft schneller erkannt und behoben werden.

Das ist auch durchaus erforderlich. Denn die Ultraschallanlage reduziert die Vermehrung von Grünalgen und schädlichen Blaualgen (Cyanobakterien). Was passieren kann, wenn sie defekt ist, wurde im vergangenen Sommer deutlich: Durch den Ausfall stieg die Bakterienkonzentration vorübergehend an, Hundebesitzer sollten damals aus Sicherheitsgründen darauf achten, dass ihre Tiere nicht aus dem Weiher tranken. Denn das hätte zu einer gesundheitlichen Gefährdung der Vierbeiner führen können.

Die Situation ist laut Stadt längst wieder im Griff. Und die Ultraschallanlage, auf die seit 2015 gesetzt wird, hat sich bewährt. Bei einer Überprüfung der Sichttiefe wurde im April laut Stadtverwaltung eine Sichttiefe von bis zu fünf Meter festgestellt. Im Jahr 2015 habe sie noch bei nur 30 Zentimeter gelegen. Die verbesserte Wasserqualität habe auch positive Auswirkungen auf die Flora und Fauna. So seien vermehrt Amphibien, eine vergrößerte Reiherpopulation und eine verbesserte Unterwasserflora zu beobachten. Dazu leiste die Ultraschallanlage einen großen Anteil – insbesondere (mit Blick auf den Klimawandel) bei hohen Lufttemperaturen.

Geht es nach der SPD, dann soll für eine höhere Attraktivität des Jröne Meerke noch eine ganze Menge mehr geschehen. Bei einer von den beiden Stadtverordneten Heinrich Thiel und Hakan Temel organisierten Dialog-Veranstaltung wurden mit 50 Bürgern Verbesserungsvorschläge für das Naherholungsgebiet erarbeitet. „Es wurde von vielen Bürgern der Wunsch geäußert, das Areal durch zusätzliche Attraktionen für alle Altersklassen noch attraktiver zu gestalten“, erklärt Thiel. Die SPD-Fraktion möchte nun von der Verwaltung prüfen lassen, ob zum Beispiel ein kleiner Bewegungsparcours für ältere Menschen oder ein Boule-Platz errichtet werden können. Für Jugendliche könnte es zudem einen Outdoor-Fitness-Park geben. Einen entsprechenden Antrag haben die Sozialdemokraten für die Ratssitzung am 17. Mai eingereicht. Die Idee: In Kombination mit einem wieder ertüchtigten Wasserspielplatz – die Stadt arbeitet derzeit an technischen Lösungen – wäre das Jröne Meerke damit an einigen Attraktionen reicher.

Zudem werden zwei weitere Vorschläge für das Naherholungsgebiet gemacht: Die Verwaltung soll prüfen, ob sich dort ein gastronmisches Angebot umsetzen lässt. Und Ehrenamtler sollen sich dafür einsetzen, das Jröne Meerke sauber zu halten.

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