Hilfsorganisation in Neuss Johanniter bekommen neuen Regionalvorstand

Neuss · Das eine Mitglied geht, ein neues kommt: Im Rahmen eines Gottesdienstes wurde Richard Krings nach dem Abschied von Joachim Kürsten als neues Mitglied des Regionalvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe eingeführt.

 Der neue Vorstand setzt sich zusammen aus (v.l.) Udo Schröder-Hörster, Matthias Cramer, Joachim Kürten, Richard Krings, Wim Scharlemann und Jörg Lüssem.

Der neue Vorstand setzt sich zusammen aus (v.l.) Udo Schröder-Hörster, Matthias Cramer, Joachim Kürten, Richard Krings, Wim Scharlemann und Jörg Lüssem.

Foto: Andreas Woitschützke

Bis 1802 war der Große Saal des Neusser Zeughauses Kirche des benachbarten Klosters der Observanten (ein Franziskaner-Orden). Eine gute Wahl für einen evangelischen Gottesdienst, in dem Joachim Kürsten verabschiedet und Richard Krings als hauptamtliches Mitglied des Regionalvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) am Niederrhein eingeführt wurde. Ein großer Altar schmückte das Podium des Zeughauses, drei Flaggen – der Bundesrepublik Deutschland, des Landes Nordrhein-Westfalen und die Fahne der Johanniter – waren im Hintergrund als Deko aufgebaut.

Zelebrant war der JUH-Landespfarrer für NRW, Gisbert von Spankeren (Gummersbach), die Predigt hielt der Regionalverbandspfarrer Ulrich Meihsner (Mönchengladbach). Er redete über Wandern, „dabei suchen viele Menschen in dieser sich schnell wandelnden Welt nach Orientierung, Verlässlichkeit“. Da helfen die Hilfsorganisationen wie die Johanniter, „die sich allein an Jesus Christus orientieren“. Die Verabschiedung und Einführung nahmen Udo Schröder-Hörster und Matthias Cramer vom JUH-Landesvorstand NRW vor. Der Neusser Joachim Kürsten (63), seit 1976 bei den Johannitern aktiv, wurde in den Ruhestand entlassen. Sein Nachfolger im Regionalvorstand ist Richard Krings (44), ebenfalls Neusser und seit 2001 bei den Johannitern. Er koordiniert 250 haupt- und ehrenamtliche Kräfte.

Die JUH-Einsatzzentrale befindet sich für den Regionalverband Niederrhein in Neuss auf der Hellersbergstraße. Zum Verband gehören der Rhein-Kreis Neuss, der Kreis Viersen sowie die Städte Neuss, Mönchengladbach und Krefeld. Und um das „Neuss-Maß“ vollzumachen: Auch der Bundesvorstand Jörg Lüssem, der aus Berlin angereist war, ist in Neuss geboren und aufgewachsen. Er ist seit 2014 Mitglied im Bundesvorstand und betonte in einem Grußwort, dass bedeutender als die Mitgliederzahl eines Zwei-Milliarden-Unternehmens die Gemeinschaft der Johanniter und der Zusammenhalt der ganzen Gesellschaft sei. Viele weitere Glückwünsche schlossen sich an, unter anderen vom Neusser Dezernenten Holger Lachmann und von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Den Rahmen des Gottesdienstes mit vielen Liedern gestaltete Ekaterina Porizko. Die Referentin für Kirchenmusik im Landeskirchenamt der evangelischen Kirche im Rheinland hat ihre ersten Studien in St. Petersburg absolviert. Anschließend gab es im Foyer des Zeughauses ein Zusammenkommen, bei dem die oliven Uniformen der Johanniter dominierten. Aber auch andere Dienste wie Polizei, Feuerwehr oder Malteser ließen sich das opulente Buffet vom Norfer Restaurant Pütz schmecken.

(nima)