140 Patienten in Neuss mussten „umziehen“ Brand im Johanna-Etienne-Krankenhaus

Nordstadt · Die Neusser Feuerwehr war am Mittwoch im Johanna-Etienne-Krankenhaus im Einsatz. Dort war am Morgen ein Feuer in einem Server-Raum ausgebrochen. 140 Patienten mussten zwischenzeitlich „umziehen“.

Die Neusser Feuerwehr war mit drei Löschzügen vor Ort.

Die Neusser Feuerwehr war mit drei Löschzügen vor Ort.

Foto: Feuerwehr

Im Johanna-Etienne-Krankenhaus ist es am Mittwochmorgen zu einem Brand gekommen. Die Feuerwehr wurde um 8.48 Uhr durch die Brandmeldeanlage alarmiert. Vor Ort wurde festgestellt, dass große Teile des Krankenhauses verraucht waren, in den meisten Bereichen allerdings „nur nasal wahrnehmbar“, so Feuerwehrsprecher Christian Franke. In dem Bereich rund um den Server-Raum im Kellergeschoss, in dem der Brand ausgebrochen war, war die Verrauchung allerdings so stark, dass 140 Patienten auf andere Stationen verlegt werden mussten. „Innerhalb kürzester Zeit“, wie die Feuerwehr betont, wurden die Patienten durch Beschäftigte und Einsatzkräfte aus den verrauchten Stationen in Sicherheit gebracht.

Parallel wurde im Kellergeschoss die Brandbekämpfung durch ein Team unter Atemschutz eingeleitet. Das Feuer war gegen 9.30 Uhr unter Kontrolle und konnte um 10.42 Uhr endgültig gelöscht werden. Nach der Brandbekämpfung folgten umfangreiche Lüftungsmaßnahmen, die bis 13.15 Uhr andauerten. Die Einsatzstelle wurde um 13.45 Uhr an den Betreiber übergeben. Die Brandursache ist derzeit noch unklar, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Im Einsatz waren rund 80 Einsatzkräfte. Die Lage war auch für den Rettungsdienst mit Koordinierungs-Maßnahmen verbunden, weil die Klinik zwischenzeitlich nicht angefahren werden konnte und Notfall-Patienten in andere Krankenhäuser gefahren werden mussten. Nach Angaben von Kreissprecher Benjamin Josephs kam es dadurch allerdings zu keinen Schwierigkeiten.

Um kurz nach 16 Uhr vermeldete auch die Augustinus-Gruppe, dass sich das Krankenhaus nun wieder im Normalbetrieb befindet. Die Patienten, die aufgrund der Situation innerhalb des Hauses verlegt werden mussten, konnten erfolgreich wieder auf ihre ursprünglichen Stationen zurückgebracht werden. „Wir sind allen Beteiligten, insbesondere den Einsatzkräften und unseren Mitarbeitenden, sehr dankbar für den schnellen und professionellen Einsatz und die gute Zusammenarbeit. Auch die Patientinnen und Patienten waren sehr verständnisvoll für diese Ausnahmesituation“, so Timon Seidlitz, kaufmännischer Leiter des „Etienne“.

(jasi)
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