Neuss: Jahresbesten-Feier der Kreishandwerkerschaft

Kreishandwerkerschaft ehrt beste Junghandwerker in Neuss: Von Anlagenmechaniker bis Zimmerer

Im Forum der Sparkasse Neuss stand jetzt die Jahresbesten-Feier der Kreishandwerkerschaft Niederrhein auf dem Programm. Die Erfolgsquote beträgt in diesem Jahr 74,6 Prozent. Eine Zahl, auf die die Verantwortlichen stolz sind.

Das war für die Handwerkskammer und den Nachwuchs der Gewerbe ein besonderer Abend. Denn auf dem Programm stand die festliche Jahresbesten-Feier der Kreishandwerkerschaft Niederrhein. Ein besserer Saal hätte sich nicht finden lassen als das Forum der Sparkasse Neuss.

Dort fanden sich 30 Junghandwerkerinnen und Junghandwerker überwiegend mit ihren Meistern und Angehörigen ein, um ihre Abschlussprüfung zu feiern. Die Zahlen sind eindrucksvoll: Von 1119 Auszubildenden haben 852 von der Kreishandwerkerschaft der Region – Rhein-Kreis Neuss, Kreis Viersen, Stadt Krefeld – bestanden. Die Erfolgsquote beträgt also 74,6 Prozent. Der Anteil junger Frauen unter den Auszubildenden liegt bei rund 22 Prozent.

Die erlernten Berufe decken das gesamte Spektrum des Handwerks ab, von A wie Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bis Z wie Zimmerer. „Wir zeichnen junge Leute aus, die Großes geleistet haben“, sagte Kreishandwerksmeister Rolf Meurer. Auch wenn die Rahmenbedingungen des Dualen Systems mit Praxis, Berufsschule sowie überbetrieblicher Unterweisung günstig gesetzt seien, „den entscheidenden Beitrag habt Ihr geleistet“.

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Fabian Winkler, Privat- und Firmenkundenbetreuer der Sparkasse Neuss, betonte die enge Verbundenheit seines Hauses mit dem Handwerk: „Die Investition in die Bildung trägt immer die höchsten Zinsen.“ Landrat Hans-Jürgen Petrauschke wurde noch deutlicher: „Handwerker zu werden, ist eine gute Entscheidung.“

Beim Wort genommen haben die Jahresbesten die Devise, dass eine glänzende Ausbildung stets der Schlüssel zum beruflichen Erfolg ist. Handwerkliche Leistungen sind gefragt wie nie. Und nicht selten war in den Ansprachen ein kritischer Querverweis auf die sich ausbreitende Akademisierung zu hören. Nicht jeder könne an der Universität sein Glück machen. Beim soliden Handwerk sehe das ganz anders aus. Der Erfolg sei hier garantiert, wenn Fleiß und Zielstrebigkeit sich mit der entsprechenden Eignung verbinden. „Generation Y und Z – Warum Ihr den Unterschied macht“, so lautete die Festrede der Unternehmensberaterin Philippa Leven. In ihrem Alter von 28 zählt sie sich zu Y: „Ihr seid 21 und damit Z, und alle Umfragen sagen aus, dass Ihr gut seid.“ Z verfüge demnach über verblüffende Eigenschaften wie Einsatzbereitschaft und Offensein für den digitalen Wandel. Z ist auf allen Gebieten stets online. Das Positive nahm bei Philippa Leven kein Ende: „Ihr habt Euch die Eintrittskarte verschafft und seid gerüstet für eine selbstverwirklichende Karriere.“ Ohne großen Arbeitseinsatz werde es aber auch für Z nicht klappen, wie Y bewiesen habe.

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