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Neuss: Israelisches Lebensgefühl auf dem Münsterplatz

Dritter Israeltag in Neuss : Israelisches Lebensgefühl auf dem Münsterplatz

Nach zwei Jahren Pandemie-Pause feierte die Jüdische Gemeinde den dritten Israeltag. Eine Städtepartnerschaft mit Herzlyia wird derzeit vorbereitet.

Wie bestellt passte sich der blaue Himmel mit weißen Wölkchen am Sonntagnachmittag den Flaggen, Bannern und Ballons auf dem Neusser Münsterplatz an. Zum dritten Mal lud die Jüdische Gemeinde zum Israeltag ein, „um das Lebensgefühl, das man in Israel spürt, nach Neuss zu tragen“, sagte Bert Römgens von der Jüdischen Gemeinde und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit bei der Eröffnung des Festes im strahlenden Sonnenschein.

Bei Falafel, Wein aus Israel, israelischer Musik mit Dima Sirota und DJ Felix Melnik ließen sich zahlreiche Neusser Bürger vom Flair und den vielen Facetten des kleinen Lands, das am Mittelmeer liegt, inspirieren.

Mit dabei waren unter anderem Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Bürgermeister Reiner Breuer und seine Stellvertreterin Gisela Hohlmann sowie Oberpfarrer Andreas Süß. „Das jüdische Leben ist in Neuss wesentlicher Bestandteil des Stadtlebens und wächst weiter“, sage Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, auch im Hinblick auf die Eröffnung der Synagoge im September 2021.

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An den Infoständen von Vereinen und Institutionen wie der Jüdische Nationalfonds Keren Kayemeth Lelsrael, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Neuss und der Freundschaftsgesellschaft „Chaverut“ Neuss-Herzliya gab es Wissens- und Sehenswertes zur Natur und Kultur Israels, jüdischem Glauben, christlich-jüdischer Gemeinschaft und einer möglichen Städtepartnerschaft.

„Wir wollen die Menschen zusammenbringen, unter anderem durch Schüleraustausche, oder Partnerschaften im Sport, und die Beziehungen der Städte fördern“, erklärte Alexandra Heubach, Vorsitzende der Freundschaftsgesellschaft „Chaverut“ Neuss-Herzliya. Die Neusserin arbeitet für die Deutsch-Israelische Wirtschafts- und Handelskammer und pendelt aktuell zwischen Tel Aviv und der Quirinusstadt.

Herzlyia, was etwa 14 Kilometer von der israelischen Metropole Tel Aviv entfernt direkt am Meer liegt, sagt Heubach, passe aus unterschiedlichen Gründen „wunderbar zu Neuss“. Durch die Städtepartnerschaft, die aktuell vertraglich vorbereitet werde, „bringen wir neuen Schwung in die Beziehungen zu Israel und erreichen eine neue Qualität der Verbindung zur jüdischen Gemeinde“, sagte Bürgermeister Reiner Breuer.