Neuss investiert im Kampf gegen Raser

Neuss investiert im Kampf gegen Raser : Weiteres Warngerät soll Raser im Verkehr bremsen

Teilerfolg für die Fraktion UWG/Davarci: Zehn Anlagen zur Geschwindigkeitsanzeige wollte sie haben, eine wird die Stadtverwaltung nun tatsächlich anschaffen. Die Mehrheit der anderen Fraktion für diese Investition kam zustande, weil Norbert Jurczyk vom Amt für Verkehrsangelegenheiten die Anschaffung deutlich unterstützte.

„Ein zusätzliches Gerät täte unserer Warteliste gut.“

Das Thema Verkehrsüberwachung wird den Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Ende des Monats in der letzten Sitzung des Jahres beschäftigen. Dann wird die Verwaltung ihr neues Konzept vorstellen, für das im Vorgriff schon 1,5 zusätzliche Stellen im Etatentwurf für das kommende Jahr vorgesehen wurden. Vorbehaltlich der Zustimmung der Politik soll auch in neue Lasermessgeräte investiert werden, die die alte Radartechnik ablösen sollen und zudem flexibler eingesetzt werden können. Aber: Es muss ja nicht immer „scharf“ geblitzt werden, um etwas zur Verkehrsberuhigung zu tun.

Darauf zielt die Zwei-Mann-Fraktion ab, die auf Warngeräte setzt. Vor allem aus den Ortsteilen seien oft Klagen über zu schnell fahrende Verkehrsteilnehmer zu hören, sagt der Fraktionsvorsitzende Carsten Thiel (UWG) Er ist überzeugt: Auch ein trauriger „Smiley“ auf dem Display des Gerätes kann Fahrer dazu anhalten, mehr aufs Tempo zu achten.

Aktuell besitzt die Stadt eine solche Anlage, die meist auf Wunsch aus der Bürgerschaft und langer Wartezeit installiert wird und zwei bis drei Wochen am Platz bleibt. Danach trete ein Gewöhnungseffekt ein, sagt Jurczyk. Diese Geräte seien aber auch in der Lage Daten zu sammeln, ob an der Stelle tatsächlich zu schnell gefahren wird.

(-nau)