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Neuss: Innenminister Herbert Reul beim Polizei-Aktionstag

Polizei im Rhein-Kreis Neuss : Innenminister Reul beim Aktionstag zur Verkehrssicherheit

Um die Sicherheit im Radverkehr zu erhöhen, soll bei einem landesweiten Aktionstag auf die möglichen Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden. Auch Neuss war mit dabei – und begrüßte prominenten Besuch.

Man sieht es fast täglich im Fernsehen oder liest es in den Nachrichten: Ein weiterer Bericht über einen tragischen Verkehrsunfall, der möglicherweise hätte vermieden werden können. Die Fahrrad- und Pedelecunfälle haben sich in den vergangenen Jahren erhöht.

Umso wichtiger ist es nun, auf das Thema Sicherheit im Straßenverkehr aufmerksam zu machen. Auch Innenminister Herbert Reul besuchte die Polizei im Rhein-Kreis Neuss zum Aktionstag. „Unser Ziel ist es, so viele Zweirad-Unfälle wie möglich zu verhindern. Deshalb treten wir heute für die Sicherheit besonders kräftig in die Pedale.“

Die Polizisten klärten deshalb über Unfallursachen auf und wiesen auf Sicherheitsmaßnahmen hin, damit Unfälle entweder gänzlich vermieden oder der Schaden minimiert werden kann. Um den Menschen diverse Unfallursachen genauer zeigen zu können, wurde eine Virtual-Reality-Brille mitgebracht. Mit dieser sehen die Bürger, wie sich ein Verkehrsunfall zwischen einem Rad- und einem Lkw-Fahrer ereignet, da er seinen Mitmenschen durch den toten Winkel nicht sehen konnte.

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Darüber hinaus gab es neben der Aufklärungs- und Präventionsarbeit landesweite Schwerpunktkontrollen. Der Aktionstag findet im Rahmen der europaweiten „Roadpol Safety Days“ statt. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk europäischer Polizisten, das der Verbesserung der Verkehrssicherheit dient.

Ziel ist es, die Zahl der Toten durch Verkehrsunfälle bis zum Jahr 2050 auf null zu reduzieren. Auch die Polizisten selbst sehen große Chancen durch den Aktionstag. „So können wir den Menschen zeigen, wie wichtig eigene Sicherheitsmaßnahmen im Straßenverkehr sind“, sagt Polizist Mike Schween. „Es macht schon einen großen Unterschied, ob man beim Radfahren einen Helm trägt oder nicht. Ein Helm kann vor großen und gravierenden Schäden schützen.“

Doch die Zahl der verunglückten Fahrradfahrer ist auf konstant hohem Niveau. „Im Jahr 2020 haben sich 15.184 Fahrradunfälle mit Personenschaden ereignet“, meint Reul. „Dabei verloren insgesamt 46 Fahrradfahrer ihr Leben.“ Auch bei den Pedelecs sieht es nicht anders aus. Die Zahl der verunglückten Pedelec-Fahrer stieg in den vergangenen Jahren ebenfalls stark an. „Die Geschwindigkeit der Pedelecs wird von den Fahrern selbst und auch von anderen Verkehrsteilnehmenden stark unterschätzt“, kritisiert Reul. „Es ist wichtig, dass das in Zukunft geändert wird.“