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Neuss: IHK begrüßt Freihandelsabkommen Jefta

Wirtschaft im Rhein-Kreis Neuss : IHK begrüßt Freihandelsabkommen Jefta

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein sieht das Freihandelsabkommen Jefta als Ausdruck der engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der EU und Japan. Die Wirtschaft am Niederrhein werde davon profitieren.

Der Juli war dank der Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und Japan ein guter Monat für die Wirtschaft in der Region. Davon ist die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein überzeugt. „Bei uns am Niederrhein haben sich zahlreiche, zum Teil weltbekannte japanische Unternehmen niedergelassen“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz in einer Mitteilung. „Etwa 30 Prozent der japanischen Deutschland-Importe gehen nach Nordrhein-Westfalen.“

Diese engen wirtschaftlichen Beziehungen würden durch Jefta (Japan EU Free Trade Agreement) gestärkt. Steinmetz unterstützt auch die politische Botschaft, die mit dem Abkommen verbunden ist: „In einer Welt, in der Abschottung, Zollschranken und Protektionismus auf der Tagesordnung stehen, ist es zu begrüßen, wenn mit einem solchen Vertrag ein Zeichen für mehr freien Handel gesetzt wird.“

Am 17. Juli hatten die Europäische Union und Japan das Freihandelsabkommen unterzeichnet. Damit kann das Abkommen nach der Zustimmung durch das japanische und EU-Parlament voraussichtlich 2019 in Kraft treten. Die so neu geschaffene Freihandelszone umfasst dann mehr als 600 Millionen Einwohner. Japan ist für die EU ein wichtiger Wirtschaftspartner und der zweitgrößte Handelspartner in Asien. Jedes Jahr werden Waren im Wert von 58 Milliarden Euro nach Japan geliefert. Dazu kommen noch Dienstleistungen europäischer Firmen mit einem Volumen von 28 Milliarden Euro. Die dabei entstehenden Zölle in Höhe von rund einer Milliarde Euro werden durch das Abkommen weitestgehend abgeschafft. 2017 lieferten Unternehmen aus NRW Waren im Wert von rund zwei Milliarden Euro an Japan und damit knapp zehn Prozent aller deutschen Exporte in das Land.

(NGZ)