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Neuss: Humboldt-Schüler auf den Spuren der Steinzeit

Geschichtsunterricht am Humboldt-Gymnasium in Neuss : Humboldt-Schüler auf den Spuren der Steinzeit

Ein Hauch von Indianer Jones in der Vorweihnachtszeit im Alexander-von-Humboldt-Gymnasium: Der ehemalige Landmaschinenschlosser und Hobbyarchäologe Heinz Höffges hat den Schülern der Klasse 6b steinzeitliche Fundstücke, die er und andere archäologisch Interessierte in Holzheim und Umgebung entdeckt haben, gezeigt.

Höffges ist langjähriges Mitglied der Arbeitsgruppe Archäologie im Heimatverein Holzheim. Dieser besitzt eine Sammlung von Relikten aus Alt- und Jungsteinzeit sowie aus römischer Antike und des Mittelalters. Den Schülern hat Höffges nun Faustkeile, Pfeilspitzen, Messer, Klingen, Steinhämmer und -beile aus der Jungsteinzeit mitgebracht, also rund 6000 bis 12.000 Jahre alt – passend zum Lehrplan, der sich gerade mit dieser frühen Phase der Menschheit befasst.

Die Steinbeile hat Höffges selbst „eingestielt“, also mit einem hölzernen Griff versehen, sodass die ursprüngliche Handhabung ersichtlich wird. Lehrerin Kirsten Müller freute sich über die anschauliche Bereicherung ihres Geschichtsunterrichts: „Über solche seltenen Originalstücke vermittelt sich Geschichte unmittelbar, das ist gewissermaßen Geschichte zum Anfassen.“ Das Anfassen darf man wörtlich nehmen. Denn die Schüler konnten die Objekte selbst befühlen und betasten. Davon waren sie besonders begeistert. „Eine tolle Sache“, fand die elf Jahre alte Siri Stahl,, „wenn man bedenkt, dass unsere Vorfahren vor vielen tausend Jahren mit diesen Gegenständen gearbeitet haben.“

(NGZ)