"Neuss historisch" jetzt auch am Obertor

Stadtgeschichte wird in Neuss veranschaulicht: „Neuss historisch“ ist Herzenssache

Verkehrsverein unterstützt Projekt mit historischer Informationstafel am Obertor.

Das Projekt „Neuss historisch“ wächst. Am Mittwochvormittag wurde die neue stadthistorische Informationstafel am Obertor vorgestellt. Realisiert wurde sie mit Unterstützung des Verkehrsvereins. „Als wir davon gehört haben, dass in Neuss mit den stadthistorischen Informationstafeln unser historisches Erbe in Szene gesetzt werden soll, waren wir sofort begeistert dabei“, erklärt Vorsitzende Henriette Wouters-Schumbeck. „Es ist toll, dass die Tafel jetzt fertig ist.“

Die Idee hinter „Neuss historisch“ besteht darin, historische und bedeutende Orte in Neuss mit einheitlich gestalteten Informationstafeln zu versehen, die Besuchern und Bewohnern von Neuss wissenswerte Hintergrundinformationen bieten. Der Verkehrsverein hat sich mit dem Obertor ein besonders bedeutsames Gebäude ausgesucht. Es wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts errichtet, ist eines der Wahrzeichen der Stadt und zählt neben dem Quirinus-Münster zu den ältesten Gebäuden von Neuss.

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Mehr als ein Dutzend im Zuge des Projekts „Neuss historisch“ entstandener, neuer Informationstafeln gibt es in der Stadt bereits. „Das Projekt wächst weiter, lebt aber auch von den Sponsoren“, sagt Stadtarchivar Jens Metzdorf. Sowohl Vereine als auch Privatpersonen zählen zu den Kooperationspartnern, die dafür sorgen, die Geschichte der Stadt anschaulich an exponierten Stellen zu dokumentieren und so zu einer spannenden Zeitreise zu laden. Mit einem QR-Code können zudem zusätzliche Informationen abgerufen werden – und es gibt Audiodateien in verschiedenen Sprachen. Neben Deutsch, Englisch und Französisch gibt es die Informationen auch in leichter Sprache sowie auf Nüsser Platt. Dabei helfen die Heimatfreunde tatkräftig mit. „Der Text zum Obertor wird von Wilhelm Schepping vorgelesen“, sagt Metzdorf. Der emeritierte Musikprofessor Wilhelm Schepping ist ein profunder Kenner der heimischen Mundart.

Bei der Gestaltung der Informationstafeln hat sich die Stadt Neuss ein Vorbild an Mannheim genommen. „Dort gibt es mehr als 160 solcher Tafeln und keine Probleme mit Vandalismus“, erklärt Kulturamtsleiter Harald Müller. In einer Sache aber unterscheidet sich die Gestaltung dennoch: Während der Text in Mannheim direkt in das Glas eingraviert wurde, setzt Neuss auf eine Lösung mit Folie hinter Glas. Das erschien einfacher und praktikabler.

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