Lokales Engagement Neusser Heimat-Preis geht an Ingrid Schäfer

Neuss · Aus insgesamt 38 eingesandten Vorschlägen hat die Jury in diesem Jahr drei Gewinner des Heimat-Preises ausgewählt. Um den ersten Platz hat sich Ingrid Schäfer mit ihrem jahrelangen Einsatz für den Neusser Norden verdient gemacht.

 Bürgermeister Reiner Breuer (v.l.) gratulierte Marlene Conrads vom „Heimatverein Gartenvorstadt Reuschenberg 2000“, Ingrid Schäfer und Michael Rott (Casa Meertal).

Bürgermeister Reiner Breuer (v.l.) gratulierte Marlene Conrads vom „Heimatverein Gartenvorstadt Reuschenberg 2000“, Ingrid Schäfer und Michael Rott (Casa Meertal).

Foto: Stadt Neuss

Seit 2019 würdigt die Stadt Neuss jedes Jahr lokales Engagement mit dem Heimat-Preis. Im feierlichen Rahmen hat Bürgermeister Reiner Breuer am Dienstag wieder mehrere Preisträger ausgezeichnet, die mit ihrer Arbeit zur Stärkung und dem Erhalt des Heimatgedankens auf lokaler Ebene beitragen. Aus den 38 eingesandten Vorschlägen hat die durch den Rat der Stadt Neuss eingesetzte Jury folgende Gewinner einstimmig ausgewählt: Mit dem ersten Preis wurde Ingrid Schäfer für ihr Engagement im Initiativkreis Nordstadt ausgezeichnet. Seit über 20 Jahren kümmert sie sich um die Belange des Neusser Nordens. So organisiert sie einen Mundartstammtisch und Führungen durch die Nordstadt. Zudem koordiniert sie seit vielen Jahren federführend den beliebten Further Nikolausmarkt.

Die beiden zweiten Plätze gingen an den „Heimatverein Gartenvorstadt Reuschenberg 2000“ und die Nachbarschaftsinitiative „Casa Meertal“. Der „Heimatverein Gartenvorstadt Reuschenberg 2000“ engagiert sich seit vielen Jahren in der Pflege des Selikumer Parks. Daneben organisieren die Mitglieder unter anderem Stadtteilführungen für Kinder und Erwachsene. Die „Casa Meertal“ setzt sich seit zehn Jahren mit zahlreichen Aktionen für die Quartiersentwicklung und Förderung des Miteinanders in Meertal ein. Neben einem jährlichen „Dreck-weg-Tag“ und einem Stadtteilfest arbeitet die „Casa Meertal“ eng mit den sozialen Institutionen im Quartier zusammen.

„Ihr vorbildliches Engagement ist Zeichen einer lebendigen und solidarischen Stadtgesellschaft“, wandte sich Bürgermeister Reiner Breuer an die Preisträger. Die durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen bereitgestellten Fördermittel in Höhe von 5000 Euro, erhöht die Stadt Neuss zur Stärkung des lokalen Ehrenamtes auch in diesem Jahr. So erhält der erste Preis 3750 Euro und zwei zweite Plätze jeweils 1875 Euro.

Neben dem Heimat-Preis wurden erstmalig drei Jubiläums-Ehrenamtskarten für mindestens 25 Jahre ehrenamtliches Engagement vergeben. Stephan Thönnessen engagiert sich seit 1975 und ist seit 2014 unter anderem als Sprecher der Flüchtlingshilfe Neusser Süden aktiv. Herbert Flory ist seit 1965 aktiv und engagiert sich aktuell für das Netzwerk 55+ der Caritas Neuss mit der Organisation von Handwerksdiensten und Fahrradtouren. Zudem erhielt der Mitbegründer der Initiative für Völkerverständigung „ELELEL“, Ozan Erdogan die Jubiläumskarte. Neben seiner Tätigkeit als stellvertretender Schiedsmann engagiert er sich auch als AWO-Stadtteilkümmerer und Integrationslotse der Stadt. Mit der Ehrenamtskarte NRW können sie die Angebote öffentlicher, gemeinnütziger und privater Einrichtungen vergünstigt nutzen.

(jus)
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