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Neuss: Hauswirtschafterin setzt auf Sternekoch

Kochen in Neuss : Hauswirtschafterin setzt auf Sternekoch

Bei einem Kochkurs lernte Bettina Conradt aus Schlicherum den Sternekoch Andreas Hillejan kennen. Seitdem probiert die Thermomix-Beraterin viele seiner Rezepte aus.

Gutes Essen und Genuss gehören für Bettina „Tina“ Conradt aus Schlicherum dazu. Nicht nur privat, sondern auch beruflich: Neben einer Ausbildung als Steuerfachangestellte ist sie gelernte Hauswirtschafterin. Im Family Office ihres Mannes Frank zeichnet sie für die Buchhaltung und Administration verantwortlich, freiberuflich ist sie als Beraterin für Thermomix, die Küchenmaschine von Vorwerk, tätig. Privat kocht sie in der Regel für drei Personen. Oft kommen aber Freunde zum Essen vorbei oder ihr Sohn sitzt mit seiner Freundin am abendlichen Esstisch.

Inspirationen holt sie sich gerne in Kochkursen bei bekannten Küchenchefs, sie liebt es aber auch in Kochbüchern zu blättern oder in den sozialen Medien Ideen zu finden. Bei einem Kochkurs lernten sie und ihr Mann Frank vor einiger Zeit den Sternekoch Andreas Hillejan kennen, mit dem sie inzwischen gut bekannt sind. Der 50-jährige gebürtige Niederrheiner war viele Jahre Mitinhaber und Küchenchef im „Herzog von Burgund“ an der Neusser Erftstraße, bevor er sich im bayrischen Mittenwald mit „Das Marktrestaurant“ den Traum vom eigenen Restaurant erfüllte.

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Ein Gericht, das Tina um diese Jahreszeit besonders gerne serviert und das sie auch an ihre Kundinnen weitergibt, stammt direkt aus der Feder des Gourmetkochs: gebratener Kabeljau im Kümmelkaramell mit Blutwurstrisotto – eine Hommage an die niederrheinische Heimat von Hillejan. „Ich liebe das Beste aus zwei Welten“ – Niederrhein trifft also Oberbayern. Tina Conradt verwöhnt ihre Gäste mit ihren Kreationen und legt viel Wert auf frische, saisonale und vor allem regionale Zutaten. „Bei mir ist alles selbst gemacht und frisch zubereitet, denn nur so kann ich sicher sein, was in meinem Essen landet.“

Zur Vorspeise empfiehlt die passionierte Hobbyköchin eine winterliche Maronensuppe, die mit Portwein, Wermut, Weißwein, Schalotten, Sahne und selbstgemachtem Geflügelfond und den pürierten Maronen schnell zubereitet ist. Dazu reicht sie Jakobsmuscheln, à la minute in der Pfanne gebraten. „Das geht gut, wenn ich mit meinen Gästen den Aperitif in der Küche einnehme,“ sagt die Gastgeberin. Der kleine Geschmacksclou dabei: Kaffeepulver. In Butter gemischt werden die Meeresfrüchte zum Finish darin geschwenkt.

Die Testesser sind begeistert: „Bei Tina ist es immer wahnsinnig lecker und dabei geht ihr alles sehr leicht von der Hand,“ schwärmt Ilonka Petersohn. Am liebsten tauscht sich Tina mit Profiköchen aus und lässt sich von deren Arbeiten anregen. „Ich gehe mit meinem Mann oder Freunden gerne aus essen und probiere mich durch verschiedene Küchen und Speisekarten.“ Zuhause setzt sie die Ideen mit ihrer Küchenmaschine individuell um.

Zum Dessert gibt es ein lauwarmes Schokoküchlein mit flüssigem Kern. Den Teig dafür bereitet Tina aus Butter, Zucker, Zartbitter-Schokolade, Mehl, Eiern und Puderzucker in wenigen Minuten zu und gart die Küchlein im Dampfgaraufsatz des Küchengeräts. Vor dem Anrichten kommt tiefgefrorene Passionsfrucht in den Mixtopf. Mit etwas Zucker wird daraus ein schnelles und leckeres Sorbet gezaubert, was erfrischend zum Küchlein passt und dazu außerdem noch schön aussieht.