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Neuss: GWN strukturiert Industriemontage um

Gemeinnützige Werkstätten Neuss : Die GWN strukturieren um

Die Gemeinnützigen Werkstätten Neuss (GWN) strukturieren ihre Industriemontage am Standort „Am Krausenbaum“ um.

Dabei werden die beiden Bereiche „Blechbearbeitung“ und „Mechanische Fertigung“ zum Bereich „Industrielle Montage“ zusammengelegt. GWN-Geschäftsführer Christoph Schnitzler erklärt, dass hierzu einige Maschinen verkauft und je nach Bedarf in neue Technik investiert werden soll. Bohr- und Fräsarbeiten seien zum Beispiel in weiten Teilen auch mit kleineren Maschinen möglich. Die Umstrukturierung sei auch eine Reaktion auf veränderte Marktbedürfnisse. „Darauf stellen wir uns ein“, erklärt er. Wichtig sei dabei, dass die GWN-Mitarbeiter arbeitsmarktnahe Tätigkeiten verrichten und das fertige Produkt am Ende des Entstehungsprozesses auch sehen. Die Umstrukturierung soll in den kommenden Monaten nach und nach vollzogen werden.

Wichtig wird dabei auch sein, die Mitarbeiter einzubeziehen. Zuletzt hatte es Beschwerden darüber gegeben, dass sich Mitarbeiter „unwohl, gestresst, überlastet und verunsichert“ fühlen. Dies wurde auch schriftlich bei der GWN-Leitung hinterlegt. Im Gespräch mit unserer Redaktion beklagen einige dieser Mitarbeiter „mangelndes oder kein Interesse und Verständnis für unsere psychische Belastung durch unsere momentane Situation“. Sie würden sich schon seit langem über Drucksituationen beklagen, ohne dass sich etwas nennenswert ändern würde. Es bestehe Handlungsbedarf.

Die Beschwerden sind Christoph Schnitzler bekannt. Dass die GWN-Leitung nicht reagieren würde, weist er zurück. „Wir nehmen die Beschwerden sehr ernst und haben dazu bereits Gespräche mit Mitarbeitern geführt. Das werden wir in den kommenden Wochen fortsetzen.“ Zudem habe es bereits Gespräche mit den Gruppenleitern gegeben, dabei sei es zum Beispiel um die Zeit für individuelle Betreuung, Förderung und Anleitung gegangen. Cornelia Broch, GWN-Leiterin des Bereichs Rehabilitation, betont, dass die Kommunikation mit den Mitarbeitern gerade jetzt in der Umstrukturierungsphase der Industriemontage wichtig sei. „Neuerungen schüren auch häufig Ängste. Wir wollen uns Zeit nehmen zu vermitteln und aufzuzeigen, dass diese Ängste unbegründet sind.“